Mellen und Eisborn glauben „Unser Dorf hat Zukunft“

2008 führte in Mellen noch Ortsvorsteher Josef Rüth die Bewertungskommission durch den Ort. ▪

MELLEN/EISBORN ▪ In diesem Jahr beteiligen sich zwölf Ortschaften im Märkischen Kreis am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“: Dahle, Mellen, Eisborn, Siedlergemeinschaft Stübecken III, Oestrich, Dröschede, Hemberg, Drüpplingsen, Hüingsen, Halingen, Lürbke und Wiblingwerde.

Die Jury für den Kreiswettbewerb wird die Orte vom 27. bis zum 29. Juni besuchen. Von Annabell NiemandDirekt am ersten Wettkampftag soll sich Eisborn der Kreisbewertungskommission in der Zeit von 14 bis 15 Uhr vorstellen. Das ist allerdings der Schützenfestmontag. Deshalb ist Ortsvorsteher Martin Danne noch nicht sicher, ob es bei dem Termin bleibt.

Punkten will Danne bei der Jury mit den Arbeitsplätzen in Eisborn, die die Hotels, das Rheinkalk-Werk und die kleinen Unternehmen bieten. Die gepflegte Parkanlage soll bei der Kommission ebenfalls Eindruck machen. Eine neue Biogasanlage im Ort zählt zu den wirtschaftlichen Initiativen. Derzeit sei der Heimatverein sehr aktiv, zum Beispiel bei der Vorbereitung der 775-Jahr-Feier, wovon die Präsentation profitieren könne. Stolz vorzeigen will er auch den Kindergarten, wo die Zukunft des Dorfs heranwächst. Obwohl er sagt: „Unser Dorf hat Zukunft – das ist schwer aufrecht zu erhalten.“ Die kleinen Orte dürften nicht wachsen und da sei es schwierig eine Zukunft aufzubauen. Zu den Mitbewerbern schaut Martin Danne nicht: „Wir haben immer unseren eigenen Stil gehabt.“

Aus 16 Mitgliedern besteht die Kreisbewertungskommission, die sich Ende Juni die Bewerber ansieht. Sie besteht unter anderem aus Mitarbeitern der Kreisverwaltung, der Landwirtschaftskammer, der Bezirksregierung, aus Mitgliedern der Parteien, des Kreislandfrauenverbands und aus Kreisheimatpflegern. Nach sieben Kriterien bewerten die Frauen und Männer die Orte. Zehn Punkte gibt es maximal für die Konzeption und deren Umsetzung sowie die Präsentation vor Ort. Bis zu 20 Punkte sind jeweils in den Kategorien wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen, soziales und kulturelles Leben, Baugestaltung und Entwicklung sowie Grüngestaltung und Entwicklung vorgesehen. Die Einbindung des Dorfes in die Landschaft kann weitere 15 Punkte bringen.

In Mellen hat sich Ortsvorsteher Christoph Rüth bereits intensiv Gedanken gemacht. Er will am Mittwoch, 29. Juni, in der Zeit von 13.30 bis 14.30 Uhr die Jury für seinen Ort begeistern. Seit ihrem letzten Besuch im Juni 2008 hat sich einiges getan. Das Kyrill-Denkmal wurde geschaffen und eine Dorfchronik anlässlich der 775-Jahr-Feier geschrieben. Die Leitung von Feuerwehr und Männergesangverein sei inzwischen in jüngere Hände gelegt worden. Christoph Rüth wurde nach Josef Rüth Ortsvorsteher. „Die Älteren wurden abgelöst. Das ist für die Zukunft des Dorfes sehr wichtig.“

Zudem liefen verschiedene Jugendprojekte. Unter anderem soll in Kürze ein Jugendraum im ehemaligen Kühlraum des Ortes entstehen. Auch ein „Dirt-Bike-Park“ ist in Planung. „Mein Fokus liegt auf der Jugendarbeit, um die Gemeinschaft zu fördern“, erklärt Rüth.

An Sehenswürdigkeiten will er die Wallburganlage, die Heinrichsquelle und die Anbindung an verschiedene Wanderwege herausstellen.

In Kürze will der Ortsvorsteher eine Dorfversammlung einberufen. Schon jetzt lautet Rüths Appell: „Es ist erwünscht, dass viele Mellener mitgehen und Gemeinschaft demonstrieren. Das wär schon mal ein enormer Pluspunkt.“

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