Mellen und Eisborn feiern gelungenen Wettbewerb

Die Mellener freuen sich über den Gruppensieg. ▪

BALVE ▪ Große Freude in Mellen. All die Mühen haben sich gelohnt. Einen klaren Gruppensieg in der Kategorie Zwei gab es gestern zu feiern. Das Dorf nahm Teil an der kreisweiten Aktion Unser Dorf hat Zukunft. Am Montag besuchte eine 14-köpfige Jury den kleinen Ort und war sichtlich zufrieden.

Konkurrenz gab es vom Nachbarn Eisborn. Auch sie traten in der Kategorie der Dörfer mit 500 bis 1000 Einwohner an, platzierten sich allerdings hinter den Mellenern an zweiter Stelle. Anders als in den Vorjahren gingen lediglich zwei Balver Ortschaften an den Start und nicht, wie üblich, fünf. „In den Dörfern herrscht offensichtlich schlechte Stimmung“, erklärt Rolf Klostermann, der Vorsitzende der 14-köpfigen Bewertungskommission am Rande der Eisborner Ortsbesichtigung. So hätten sich einige Ortschaften beim vergangenen Wettbewerb vor drei Jahren ungerecht bewertet gefühlt. Hinzu käme, dass die Initiatoren fehlen würden. „Wenn der Motor nicht stimmt, kann es auch keine Leistung geben“, erklärte Klostermann das Problem. Langjährige Initiatoren hätten ihre Ämter abgegeben oder seien zu alt: „Es fehlt in einigen Dörfern der Nachwuchs.“ In den vorherigen Wettbewerben waren es teilweise mehr als 20 teilnehmende Dörfer. Das es in diesem Jahr nur zwölf sind sei aber auch mangelnden Informationen zuzuschreiben. „Wir haben wahrscheinlich zu spät angefangen auf den Wettbewerb aufmerksam zu machen“, berichtet der Vorsitzende weiter. Doch man habe aus den Fehlern gelernt. Klostermann: „Wir haben die Ortsvorsteher der Dörfer, die sonst teilgenommen haben, angesprochen. Ich muss zugegeben die Stimmung ist gerade in Balve nicht gut.“

In Mellen und Eisborn war von schlechter Stimmung keine Spur. Während in Eisborn nur ein Dutzend Dorfbewohner die Jury durch den Ort geleiteten schien in Mellen das ganze Dorf auf den Beinen zu sein. Mellen sowie auch Eisborn präsentierten sich zukunftsorientiert aber dennoch traditionsbewusst. Besonders überzeugend war für die Jury, dass beide Orte voller Ideen stecken. „Früher ging es in diesem Wettbewerb allein um die Schönheit. Nun ist es viel mehr. Es geht auch um Bürgerengagement und Perspektiven“, so Klostermann. Und die seien insbesondere in Mellen gegeben. Nachwuchs in den Vereinen, ehrenamtliche Helfer und ein neues Bebauungsgebiet konnten überzeugen. Für den Gesamtsieg reichte es jedoch nicht. Hier hatte Iserlohn-Oestrich die Nase vorn.

Lydia Machelett

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