Mehr Unabhängigkeit durch 740 000-Euro-Investition

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Die Mitglieder des Betriebsausschusses verschafften sich am Donnerstag einen Einblick in die Funktionsweise der neuen Druckerhöhungsanlage am Brucknerweg. ▪

BALVE ▪ Sie riecht noch ganz neu, die Druckerhöhungsanlage, die die Mitglieder des Betriebsausschusses zu Beginn ihrer Sitzung am Donnerstagnachmittag besichtigt haben, und das hat auch einen Grund.

Die Ansammlung von Pumpen, Druckausgleichsbehältern, Rohren und Elektronik, die einen Platz in dem neu errichteten Gebäude am Brucknerweg hat, ist noch gar nicht in Betrieb gewesen. Doch das lässt nach den Worten von Stadtwerke-Mitarbeiter Thomas Hinz nicht mehr lange auf sich warten. „Wir stehen kurz vor der Inbetriebnahme“, sagte er.

740 000 Euro haben sich die Stadtwerke diese Anlage kosten lassen, die die Basis für einen Paradigmenwechsel in der Trinkwasserversorgung darstellt. Erst diese Druckerhöhungsanlage macht es möglich, dass die Stadtwerke das reichlich vorhandene eigene Trinkwasser zukünftig an jede Stelle ihres Versorgungsgebietes bringen können. Damit lösen sie sich weitgehend aus der Abhängigkeit von den Stadtwerken Menden, die demnächst nur noch etwa 300 Kubikmeter Wasser pro Tag liefern sollen. Zuletzt musste Balve fast doppelt so viel abnehmen. Durch diese Ersparnis soll sich die Investition innerhalb weniger Jahre amortisieren.

Bis zu 100 Kubikmeter Trinkwasser aus den Balver Quellgebieten können nun pro Stunde durch die neue Anlage am Brucknerweg fließen. Einmal am Tag soll sie in Zukunft den 700 Kubikmeter fassenden Hochbehälter Wachtloh füllen, von wo das Wasser dann auch in die Hochzonen von Balve geleitet werden kann.

Nach einem in Kürze beginnenden dreimonatigen Probebetrieb soll die Druckerhöhungsanlage vollautomatisch betrieben werden. Über Datenleitungen behalten die Stadtwerke-Mitarbeiter aber ständig die Kontrolle, so dass sie bei Störungen schnell eingreifen können. ▪ vg

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