Für mehr Integration: Yalcin Geyhan auf Konferenz in Berlin

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Dagmar Freitag, SPD-Bundestagsabgeordnete, lud unter anderem Yalcin Geyhan von der SPD in Balve nach Berlin ein.

Balve - Yalcin Geyhan, der in Balve die Politik als stellvertretender Vorsitzender der dortigen SPD mitbestimmt, war einer von etwa 200 Teilnehmern der Fachkonferenz „Politische Partizipation von Muslimen, Wege zur gerechten Teilhabe“ in Berlin.

„Es herrscht Aufbruchstimmung“, sagte der 27-jährige Jurist im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir haben in Sachen Integration viel erreicht, doch wir müssen noch viel machen für gleichberechtigte Teilhabe, die ihren Namen auch verdient.“ 

Yalcin Geyhan war einer von drei Mandatsträgern aus dem Märkischen Kreis, die von der SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag zu der Fachkonferenz eingeladen wurden. Dazu gehörte auch eine Bestandsaufnahme über die Bundesrepublik Deutschland durch die Meinungsmache der AfD: „Viele Vorurteile und Ängste sind in den Köpfen der Menschen“, berichtete Geyhan.

„Gravierend ist die Angst vor Überfremdung durch muslimisches Leben. Hier liegt die gefühlte Realität bei etwa 22 Prozent der Bundesbürger, während die wirkliche Realität nur vier bis fünf Prozent beträgt.“ 

Viele Meinungen wurden ausgetauscht und Gespräche mit den Politikern Franz Müntefering und Thomas Oppermann geführt.

„Wir gehen nach Köpfen und Themen“ 

Der engagierte Balver sieht seine Partei als eine für alle Mitbürger: „Wir gehen nach Köpfen und Themen.“ Dass dies nicht selbstverständlich sei, wenn es um politische Mitwirkung gehe, macht er an einem in Berlin diskutierten Beispiel deutlich: Nach wie vor seien automatisch Herkunftsland und Name ausschlaggebend dafür, im Integrationsausschuss mitzuarbeiten. 

„Warum sind nicht vielmehr die Fähigkeiten eines Menschen entscheidend, in welchem Ausschuss er arbeiten darf?“, fragte Geyhan. „Warum immer noch diese Stereotypen?“ Das Thema bewegt die Delegierten, die im Austausch untereinander bleiben wollen: „Wir treffen uns noch einmal vor der Bundestagswahl.“ 

Es gehe dann um eine weitere Bestandsaufnahme sowie einen Ausblick auf die Zukunft. Danach soll das Gremium regelmäßig tagen.

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