Eltern fordern mehr Geld für Kinderbetreuung

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Magdalene Lenze, Elisabeth Dippong, Sibylle Dunker und Maria Schüpstühl waren gestern im Rathaus, um 250 Postkarten zu übergeben, die von Eltern unterschrieben wurden. Sie fordern Nachbesserungen im Kinderbildungsgesetz.

Balve - „Es ist schon einige Zeit nach zwölf“, stellt Sibylle Dunker fest. Die Leiterin des St. Antonius-Kindergartens in Garbeck hat am Mittwoch gemeinsam mit ihren Kolleginnen 250 Postkarten an Mitarbeiter der Stadtverwaltung übergeben.

Von Julius Kolossa

Unterschrieben wurden sie von Eltern. Sie sprechen sich gegen die „immer weiter auseinanderklaffenden Schere“ zwischen steigenden Personalkosten und den im Kinder-Bildungsgesetz (KiBiz) festgeschriebenen, sinkenden Pauschalen aus.

Zusammen mit Magdalene Lenze vom Antonius-Kindergarten in Beckum, Elisabeth Dippong vom Familienzentrum Garbeck und Maria Schüpstuhl vom Kindergarten St. Blasius übergab Dunker die Karten. „Die Mitarbeiterinnen bleiben auf der Strecke“, betonte Magdalene Lenze. „Es gibt nicht nur Missstände in der Pflege, sondern auch in den Kindertageseinrichtungen. Wir müssen immer mehr Aufgaben mit immer mehr Verwaltung bei weniger Personal übernehmen, und das, ohne die Qualität der Kinderbetreuung zu vernachlässigen.“

Die Personal- und Sachkosten der Kindertageseinrichtungen werden laut KiBiz mit Pauschalen abgegolten. Vorgeschrieben sei dabei eine Anhebung der Beiträge um jährlich 1,5 Prozent. Die Balver Pädagoginnen sind sich einig, dass dies nicht ausreicht, um die hohe Betreuungsqualität zu sichern.

„Die Träger haben Sorge dass diese Einrichtungen in zwei Jahren nicht mehr handlungsfähig sind“, erklärt Elisabeth Dippong. Dazu passe auch, dass immer weniger junge Menschen Erzieher werden wollen. Verlangt wird deshalb unter anderem ein finanziell verbesserter Erzieher-Kind-Schlüssel. Eine angemessene Vergütung und ein Personalbudget, das in einem gerechten Verhältnis zu den Öffnungszeiten stehen soll, fordern die Erzieherinnen ebenfalls.

Michael Bathe und André Flöper von der Stadt gaben die Protestkarten an Uwe Benninghaus vom Regionalen Bildungsbüro des Märkischen Kreises weiter, der sie wiederum an den Landtag weiterreichen will.

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