Mehr als 3500 Stunden Arbeit: Düsterloh-Arena am Sonntag eingeweiht

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„Charly“ Grote dankte am Sonntag den fleißigen Helfern, die den Neubau des Vereinsheims in Eigenleistung ermöglichten.

Langenholthausen - Die Einweihung der Düsterloh-Arena am Sonntag war ein Fest, bei dem alles stimmte: Die Tribüne war voll besetzt bei der auf dem Platz stattfindenden Messfeier mit Pfarrer Andreas Schulte. Er freute sich über die vielen Menschen, die gekommen waren. Dass dazu die Sonne schien, stimmte den Geistlichen ebenfalls froh – dieser hätte aber auch schlechtem Wetter etwas Gutes abgewonnen: „Dann wäre der Regen das Weihwasser gewesen.“

So kam bei der Einsegnung der Räume mit Messdienern und Karl-Heinz „Charly“ Grote, Vorsitzendem des TuS Langenholthausen, nur das mitgebrachte Wasser zum Einsatz. Dem TuS wünschte Pfarrer Schulte: weiterhin Menschen, die anpacken und mitmachen: „So ein Werk gelingt nur in Gemeinschaft.“

Nach der Messfeier, die begleitet wurde vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr, dankte Grote dem Geistlichen mit einem Bierseidel, den das TuS-Wappen ziert. Mit Blick auf die vollen Ränge sagte er schmunzelnd: „Wenn wir uns weiterhin die Bälle zuspielen, wird das Gotteshaus immer voll werden.“ Zuletzt fand ein Open-Air-Gottesdienst hier 2008 statt, als der Kunstrasen eingeweiht wurde.

Diesmal war der Anlass, das neue Vereinsheim offiziell seiner Bestimmung zu übergeben. „Ein Vereinsheim vom Feinsten“, fasste es der Vorsitzende zusammen. Drinnen gibt es jeweils 40 Sitz- und Stehplätze, draußen 100 Terrassenplätze. Möglich wurde dies durch den Abriss des 1997 gebauten Sporthauses, um an dieser Stelle etwas Neues entstehen zu lassen.

Pfarrer Andreas Schulte segnete das neue Vereinsheim des TuS Langenholthausen.

„Der Vorstand entwickelt eine Vision, wo der Verein in fünf oder zehn Jahren steht“, sagte Grote zum Anlass für diesen Neubau. In Eigenleistung wurde der Neubau ermöglicht seit dem Tag des Beginns der Bauarbeiten am 27. Februar 2016 durch 160 Helfer in über 3500 Stunden an 435 Tagen. Ohne diesen Einsatz und Sponsoren hätte der Bau des 180 Quadratmeter großen neuen Sportheims und die Sanierung von 129 Quadratmetern bestehender Fläche um die 350 000 Euro gekostet. Jetzt aber fehlen dem TuS Langenholthausen nur noch 30 000 Euro. Seit 2008 wurden über eine Million Euro in die Zukunft des 400 Mitglieder starken Vereins investiert.

Seinen Dank für diese Baumaßnahme, die ganz ohne öffentliche Mittel und damit ohne die Unterstützung der Stadt erfolgte, sprach Bürgermeister Hubertus Mühling aus. Dies sei aller Ehren wert, meinte er, und schloss damit auch die durch die Dorfgemeinschaft zeitgleich erfolgenden Bauarbeiten in der Schützenhalle und der Sokola.de mit ein: „Das hat eine Vorbildfunktion für die anderen Ortsteile.“ Auch Ortsvorsteherin Barbara Wachauf und der CDU-Landtagskandidat Marco Voge lobten diesen ehrenamtlichen Einsatz.

Zu besonderen Ehren kam Andreas Aßhoff, zweiter Geschäftsführer des TuS, vom Fußballkreis-Arnsberg für seine Verdienste für das Fußballwesen. Für den seit 1987 im Vorstand tätigen Langenholthausener, der seit 1992 zugleich Mitglied der Spruchkammer des Fußballkreises ist, und 2006 mit der Verdienstnadel des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen ausgezeichnet wurde, gab es nun diese Auszeichnung in Gold.

Nach dem kurzweiligen offiziellen Teil schloss sich der Frühschoppen an, zu dem die Amicitia-Egerländer aufspielten. In der Halbzeitpause des Spiels gegen Freienohl unterhielten die Egerländer aus Freienohl, die Tanzgruppe des TuS und die Deutschen Meister im Freestyle, Dominik Kaiser und Adrian Fogel.

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