„Es ist das Meditativste, das ich bisher erlebt habe“

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Ilona Braun (l.) lädt zu ihrer Ausstellung mit Bildern, die mit der Maltechnik Enkaustik entstanden sind. ▪

BECKUM ▪ Enkaustik ist eine Maltechnik, die schon bei den ägyptischen Mumien angewendet wurde, und jetzt auch in der „Fabrik“ erlebbar ist. Ilona Braun stellt dort 33 Bilder aus, und will die Erfahrungen, die sie in diesen Entstehungsprozessen erlebte, mit anderen teilen.

„Es ist das Meditativste, das ich bisher erlebt habe“, schilderte sie bei der Vernissage. „Ich kann abschalten, mich fallen lassen.“ Möglich wird dies dadurch, dass die Malpaste aus Farbpigmenten mit Bienenwachs besteht, mit einer Heizplatte oder lötkolbenähnlichen Aufsätzen erhitzt werden muss, um damit zu arbeiten. Erst dann, während produziert und gewartet werden muss, bis ein Teil getrocknet ist, „entsteht ein Dialog mit dem Bild“, und dieser ist sehr intensiv.

Ilona Braun entdeckte Enkaustik vor zwei Jahren bei einem Künstlertreff: „Diesem Zauber konnte ich mich nicht mehr entziehen.“ Jeder könne dabei zur Ruhe kommen, zu sich selbst finden, berichtet sie. Und was dabei nach einer etwa einstündigen Schaffensphase pro Bild herauskommt, ist sehenswert und auf jeden Fall aber immer einmalig. „Die Strukturen entstehen zufällig, je nachdem, wie sich das Wachs vom Eisen löst.“ Aufgebracht wird es auch mit Schwämmchen auf Spezialpapier oder Keilrahmen.

Die Ausstellungsstücke der vielseitigen Künstlerin sind nicht sehr großformatig, doch soll ihnen dadurch Raum zur Entwicklung gegeben werden. Und dies soll in einem Workshop anderen Interessierten vermittelt werden. Dieser findet am Samstag, 22. Mai, von 11 bis 18 Uhr in der „Fabrik“ statt. Die Finissage ist am Freitag, 28. Mai. ▪ JK

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