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Marktraumumstellung: Im „Erdgasbüro“ werden alle Fragen beantwortet

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Von: Julius Kolossa

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Dominik Prill öffnet die Tür zum Erdgasbüro von Westnetz an der Bogenstraße. Hier informiert er Kunden über die Umstellung von L- auf H-Gas im nächsten Jahr.
Dominik Prill öffnet die Tür zum Erdgasbüro von Westnetz an der Bogenstraße. Hier informiert er Kunden über die Umstellung von L- auf H-Gas im nächsten Jahr. © Kolossa, Julius

Auf alle Erdgaskunden in Balve des Netzbetreibers Westnetz kommt im nächsten Jahr die sogenannte Marktraumumstellung zu. Deutschlandweit wird das Erdgasnetz etappenweise von L- auf H-Gas umgestellt, im Spätsommer 2023 ist dann die Hönnestadt an der Reihe.

Weil dafür einiges an Vorarbeit zu erledigen ist, hat Westnetz in dieser Woche ein „Erdgasbüro“ in Balve eröffnet.

Vor Ort steht Dominik Prill, technischer Projektmanager des Netzbetreibers, als einer der Ansprechpartner für die Bürger zur Verfügung. Denn alle Westnetz-Kunden bekommen in den nächsten Monaten Besuch von Monteuren.

L-Gas-Vorräte gehen zur Neige

Die Umstellung der Gasart ist erforderlich, weil die L-Gas-Vorräte langsam zur Neige gehen. Weil H-Gas (High Caloric Gas) mit seinem hohen Brennwert andere Brenneigenschaften als L-Gas (Low Caloric Gas) hat, müssen alle Gasgeräte wie beispielsweise Heizungsanlagen, Gasherde oder Warmwasseraufbereitungen in Haushalten und Unternehmen an die andere Gasart angepasst werden. In vielen Fällen müssen lediglich die Gasdüsen ausgetauscht werden. Etwa 2 000 Geräte in Balve müssen auf diese Weise von den Monteuren umgerüstet werden.

Diese Geräteanpassung übernimmt Westnetz, sie ist für die Kunden in der Regel kostenlos. Lediglich bei Gasgeräten, die nicht mehr anzupassen sind, können Kosten für die Kunden entstehen. Wer zu diesem Vorgang Fragen hat, kann sich im „Erdgasbüro“, Bogenstraße 1, dienstags zwischen 13 und 17 Uhr sowie mittwochs zwischen 8 und 12 Uhr informieren. „Dazu gehören auch Terminabsprachen, wann denn die Umstellung erfolgen soll“, sagt Dominik Prill. „Erste Termine für Februar sind bereits vergeben worden.“

Anpassung soll bis September 2023 abgeschlossen sein

Die Anpassung aller Geräte soll bis September 2023 abgeschlossen sein. Das von Westnetz beauftragte Unternehmen Gatter3 wird diese Arbeiten, für die pro Haushalt etwa 30 Minuten veranschlagt sind, vornehmen. Prill: „Die Monteure können sich ausweisen.“

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