Höchste Wahlbeteiligung

Marco Voge: Mit Rückenwind aus der Heimat auf den Landratsposten

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Thomas Gemke (r.), amtierender Landrat, gratuliert seinem Nachfolger Marco Voge (Mitte) und dessen Frau Pamela. Volker Schmidt (SPD) hier mit Lebensgefährtin Astrid Altmann, erhielt 43,64 Prozent der Wählerstimmen.

Balve – „Die Wahlbeteiligung in Balve macht mich stolz. Dass hier im Wahlergebnis vorne eine Acht steht, habe ich nicht erwartet. Und dass die Entscheidung so eindeutig ausgefallen ist, freut mich sehr“, sagt Marco Voge.

Der Mellener ist neuer Landrat des Märkischen Kreises. Am Sonntag hat der 40-Jährige CDU-Landtagsabgeordnete die Stichwahl klar für sich entschieden. Voge konnte kreisweit 56,36 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen, Mitbewerber Volker Schmidt (SPD) brachte es auf 43,64 Prozent. Die Wahlbeteiligung war mit 29,58 Prozent allerdings sehr gering. 

Auf Balver Stadtgebiet konnte der Christdemokrat mit 80,28 Prozent erwartungsgemäß sein stärkstes Stadtergebnis einfahren. Die Wahlbeteiligung lag deutlich über dem Kreisdurchschnitt: 3920 Wählerinnen und Wähler – 41,74 Prozent – stimmten in der Hönnestadt darüber wer ab, wer ab November im Kreishaus das Sagen haben soll. 

Ergebnisse variieren deutlich

Innerhalb der Stadt Balve variieren die Ergebnisse deutlich: Im Wahlbezirk 6, dem Innenstadtbüro der Stadt Balve, konnte Marco Voge „nur“ 68,12 Prozent der Wähler von sich überzeugen. Allerdings war die Wahlbeteiligung mit 11,73 Prozent auch verschwindend gering. 

Das Traumergebnis von 88,89 Prozent stand für den Mellener nach der Auszählung im Pfarr- und Jugendheim Balve unterm Strich. Doch auch dort lag die Wahlbeteiligung nur bei 13,77 Prozent. In Mellen – dort wohnt Voge und ist dort auch noch Ortsvorsteher – stimmten 79,53 Prozent der Wähler für den CDU-Politiker. Mit 26,67 Prozent verzeichnete Mellen die höchste Wahlbeteiligung innerhalb der Stadt Balve. Bis Ende Oktober ist Voge jetzt noch Landtagsabgeordneter. „Und das bis zur letzten Minute mit ganzer Kraft“, unterstreicht der Mellener. Ab Montag, 2. November, ist das Lüdenscheider Kreishaus dann der neue Arbeitsplatz des zweifachen Familienvaters. 

Voge mit Respekt vor der Aufgabe

Er habe selbstverständlich Respekt vor dem Amt des Landrats. „Es ist eine große Aufgabe, die ich allerdings nicht alleine angehen muss“, stellt er fest. Der Christdemokrat erinnert an „die vielen engagierten Mitarbeiter des Kreises, die die Region gemeinsam mit mir nach vorne bringen wollen“. Außerdem zähle er auf die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden: „Es geht nur gemeinsam nach vorne.“ Schon vor seinem offiziellen Dienstantritt werde er sich mit dem bisherigen Landrat Thomas Gemke treffen, um die Übergabe möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen. 

Im Landtag verliert die Region durch das Ausscheiden des Melleners allerdings eine Stimme, denn einen Nachrücker aus dem Märkischen Kreis wird es wohl nicht geben. „Allerdings werde ich das Netzwerk, das ich mir in Düsseldorf und auch darüber hinaus aufgebaut habe, weiterhin nutzen, um Positives für den Märkischen Kreis zu erreichen“, verspricht Marco Voge.

Mehr zur Kommunalwahl im Märkischen Kreis lesen Sie hier.

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