Manege statt Klassenraum: Garbecker Schüler werden zu Zirkuskünstlern

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Seit Montag bereiten sich die Garbecker Grundschüler auf ihre zwei Auftritte in der Manege vor. Hier trainiert die Gruppe der Clowns mit Zirkuschefin Ann-Kathrin Bichlmaier in einem der Klassenräume.

Balve - „Hereinspaziert, Ihr lieben Leute“, so werden die Kinder der Katholischen Grundschule Heilige Drei Könige in Garbeck am kommenden Freitag (16 Uhr) und Samstag (11 Uhr) ihre Besucher im Zirkuszelt begrüßen.

Erwartet werden Eltern, Großeltern, Geschwister und Interessierte, die sich auf besondere Vorstellungen freuen dürfen: 93 Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse treten als Artisten auf. 

Dafür werden seit dieser Woche die Stundenpläne außer Acht gelassen. Stattdessen lernen die Grundschüler im Rahmen einer Projektwoche die Zirkuswelt kennen. Ann-Kathrin Bichlmaier, Chefin vom „Mitmach-Zirkus Manegentraum“, kümmert sich um die Clowns. Perücken und sonstige Ausrüstung passen schon einmal. Jetzt muss alles aufeinander abgestimmt werden, damit die Lacher aus dem Publikum zur richtigen Zeit kommen. Und das geht nur mit üben. All dies spielt sich in einem Klassenraum ab. 

Training mit den Hula-Hoop-Reifen

In der Aula wird mit den Hula-Hoop-Reifen trainiert. Richtig rund geht es im Zirkuszelt: Seiltänzer lassen sich nicht aus der Ruhe bringen, Luftakrobaten schrecken nicht vor Kunststücken in luftiger Höhe zurück. Andere haben die Jonglage für sich entdeckt, und lassen Keulen, Bälle, Teller und Tücher wirbeln. 

Die Gruppe der Seiltänzer übte ihre Nummer konzentriert in dem kleinen Zirkuszelt.

Seit 25 Jahren führt der Mitmach-Zirkus inzwischen in der fünften Generation Projekte an Schulen durch. „Wir sind zum ersten Mal in Garbeck“, sagte Bichlmaier. Sie hat den Zusammenhalt im Dorf und der Schule kennen und schätzen gelernt, und weiß schon jetzt: „Wir kommen gerne wieder.“ 

Pfautauben begeistern die Kinder 

Für die Garbecker Schule ist dieser Zirkus nach 2012 der zweite, der dort seine Zelte aufschlägt. Mit im Gepäck haben die Artisten alles, was für eine Aufführung gebraucht wird. Dazu gehören auch Pfautauben. Die handzahmen Tiere haben die Kinder von Anfang an begeistert, obwohl sie bei bei der Umsetzung der Kunststücke durchaus ihren eigenen Kopf haben. 

„Ganz leicht mit der Hand anstupsen, damit sie weiß, dass sie weitergehen muss“, ist ein Tipp, den die jungen Künstler von den erfahrenen Zirkusleuten mitnehmen. 

„Bringt eine Taubenfeder eigentlich Glück?“, interessiert einen Jungen derweil. Auf jeden Fall kommt dieses Fundstück zur weiteren Klärung dieser Frage erst einmal in seine Tasche.

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