Mammut für den besten Hund

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Jasper Wiersen und seine Eurasier-Hündin Daika sind ein Herz und eine Seele.

Balve -  In der Balver Höhle waren am Sonntag die Hunde los. Zur Schau der Eurasier kamen 105 Tiere in den Felsendom und stellten sich dort den prüfenden Augen der Richter.

„Daika ist der beste Hund der Welt“, steht für Jasper Wiersen (9) fest. Schon vor dem Wertungsdurchgang weiß er, dass seine Eurasier-Hündin den Siegerpokal verdient hat. Es ist sein erster Hund, mit dem er und seine Familie am Sonntag an der „Eurasier-Zuchtschau“ in der Balver Höhle teilgenommen haben. Insgesamt waren es 105 Tiere dieser Rasse, die sich als „Veteranen“, „Welpen“ oder auch „Champions“ der Jury stellten. Und neben Pokalen für jeden gab es als ganz besondere Auszeichnung für den besten Sieger der Sieger ein weißes Mammut, das zwischen den Pokalen platziert war – als Erinnerung an den Aufenthalt in Balve.

Aus der ganzen Bundesrepublik sowie aus der Schweiz und den Niederlanden waren Mitglieder aber auch Nichtmitglieder der Kyneologischen Zuchtgemeinschaft für Eurasier angereist, um ihre Tiere bewerten zu lassen. Wegen der großen Teilnehmerzahl nahmen zwei Richter die Bewertungen nach Hündinnen und Rüden getrennt vor.

Das äußere Erscheingsbild wie Körperbau, Gangwerk, Zahnschema und auch Fellbeschaffenheit wurde dabei ebenso beachtet wie die Präsentation im Ring und das Verhalten gegenüber anderen Hunden.

Jedem Züchter geht ein Richter-Bericht zu, der „wichtig ist für die Zuchtlenkung“, so Pressesprecher Michael Kleine. „Der Partner wird von der Hauptzuchtleitung zugewiesen, um dem erwünschten Rassestandard so nahe wie möglich zu kommen.“ 1960, durch Kreuzung von Wolfsspitz und Chow-Chow, begann die Geschichte des Eurasiers. 1976 wurde noch der Samojede in den Stammbaum mit aufgenommen – herausgekommen ist eine Rasse, die pflegeleicht, souverän und wachsam aber nicht bellfreudig ist und einen geringen Jagdtrieb aufweist. Michael Kleine: „Der Eurasier ist ein Begleithund ohne Aufgaben, der eine bestimmte aber ruhige Erziehung benötigt.“

Jüngster Hund war mit 16 Wochen Vanilla von der Pferdekoppel aus Frankfurt am Main. „Sie hat ihre Sache im Ring gut gemacht“, lobten ihre Besitzer. Unbeeindruckt zeigte sich die junge Hundedame auch von der Wartezeit bis zur Siegerehrung: Sie machte ein Nickerchen auf ihrer Decke, oder spielte mit ihren Freunden Arrigo vom Harlekin (5) und Baney von der Marille (20 Wochen).

Von Julius Kolossa

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