"Simba" in der Balver Höhel: Märchenhafte Inszenierung

Mit „Simba - König der Löwen“ wird ein märchenhaftes Musical inszeniert. ▪

BALVE ▪ Mit „Sima - Der König der Löwen“ haben die Festspiele Balver Höhle erneut eine märchenhafte Inszenierung auf die Bühne gebracht. Bei der Premierenveranstaltung am Samstag waren Klein wie Groß gleichermaßen von der farbenfrohen Geschichte begeistert. Gemessen am Jubel und Applaus des Publikums, traf die emotionsreiche Geschichte mitten ins Herz.

„Das habt ihr toll gemacht“, lobten die Besucher nach der Vorstellung die Darsteller. Vor allem die Mädchen und Jungen nutzten die Gelegenheit, ihren „Idolen“ von der Bühne einmal ganz nah zu sein, und sich ein Autogramm zu sichern.

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Musical "Simba - König der Löwen" in Balver Höhle

Doch bis die abenteuerliche Gesichte des kleinen Löwenjungen Simba auf seiner wahrlich mühsamen Suche nach dem „Kreis des Lebens“ vor Publikum aufgeführt werden konnte, wurden dem Ensemble unerwartet einige Steine in den Weg gelegt. Zunächst mussten das Team beim Aufbau der Tribüne feststellen, dass eine komplette Treppenanlage fehlte. Auf die Schnelle einen dem Gerüst-System entsprechenden Ersatz aufzutreiben war reine Glücksache – Teamwork macht’s möglich. Kurz vor der Generalprobe fiel zur Überraschung aller 108 Ensemble-Mitglieder auch noch die für Kostüme und Maske zuständige Leiterin aus. Gerade dieser Part ist für das Musical besonders wichtig – lebt die Geschichte doch vor allem durch die fantasievollen Kostüme und ein „tierisch gutes“ Make-up. Doch auch hier bewies die Ensemble-Familie, dass sie für einander einsteht, auch dann, wenn es nicht rund läuft. Susanne Pfeil-Wortmann sprang kurzfristig als Leiterin der Kostüm/Maske-Abteilung ein und überwacht nun den Umgang mit Wimperntusche, Wangenrouge, Lippenstift und Co. Mit viel Liebe zum Detail schminken sich die Ensemble-Mitglieder auch diesmal wieder gegenseitig für ihre großen Auftritte.

Der weltbekannte Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios mit preisgekröntem Soundtrack von Elton John bildet auch für die Inszenierung in der Balver Höhle die Basis der Geschichte. Gleich zu Beginn überkommen den Zuschauer große Emotionen, wenn alle Tiere des „geweiten Landes“ zum Königsfelsen pilgern, um die Geburt des Königssohns zu feiern. Den Tierbewegungen ähnlich bewegen sich die Darsteller durch die Wüstenlandschaft und ziehen den Betrachter hinein ins Geschehen. Unter der Regie von Anke Lux studierten die Drei- bis 73-jährigen Laienschauspieler seit Oktober ihre Figuren ein – mit dem Ergebnis, dass sie ihre Rollen „leben“. Mit dem ersten Sonnenaufgang in der Wüste halten der kleine Simba, Löwenvater Mufasa und der fiese Löwenonkel Scar die Zuschauer fest am aufwühlenden Geschehen zwischen den Löwenfelsen. Die sich bis zum Schluss der Geschichte hinziehenden Intrigen, sorgen für den nötigen Spannungsbogen, werden aber dank des kunterbunten und quirligen Nasenvogels Zazu, dem pummeligen Warzenschwein Pumbaa, dem schlauen Erdmännchen Timon und allen voran den beiden Geiern aufgelockert. Selbst die wahrhaft angsteinflößenden Hyänen verlieren dank des dusseligen Eds etwas von ihrer Grausamkeit.

Wie es sich für einen gelungenen Abend gehört, darf ein hollywoodreifes Happy-End nicht fehlen. Beim großen Finale und der „Gänsehaut-Musik“ von „Circel of Life“ brach tosender Jubel in der fast ausverkauften Balver Höhle los. Applaus ist der Darsteller Lohn – davon bekam das Ensemble reichlich und wurde mit dem guten Gefühl verabschiedet, für zweieinhalb Stunden beste Familienunterhaltung geboten zu haben. - Susanne Riedl

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