Band Dragol spielt im Felsendom

Märchenfiguren in der Höhle: Besonders Konzert in Balve

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Die Band Dragol, hier mit Frontmann Van Lindberg und Runa Wajassier, gastieren im Oktober in der Balve Höhle.

Balve – „Wir sind vom Tod fasziniert – aber wir lieben das Licht“, sagt Van Lindberg. Er ist Sänger und Kopf der Band Dragol, die am Samstag, 10. Oktober, in der Balver Höhle gastieren wird.

Das Konzert des Münsteraner Quartetts ist in zwei unabhängige Teile aufgespalten. Musikalisch ordnen sich die Musiker selbst in die Bereiche „Gothic, Endzeit, Vikings, Mittelalter und Märchen“ ein. 

Der Reihe nach: Van Lindberg und Runa Wajassier, die auch privat ein Paar sind, gründeten 2016 das Duo Dragol. Ihre bürgerlichen Namen halten sie ebenso verborgen, wie ihre Mitstreiter Dag Eduardsson und Hoggar Sjöwall, die Mitte 2019 zu ihnen gestoßen sind. „Unsere echten Namen würden viel entzaubern“, ist Lindberg überzeugt. 

Musik und Texte aus eigener Feder

Van und Runa schreiben die Musik und verfassen die Texte. „Machnmal musizieren wir einfach – dabei entstehen Bilder und Geschichten“, schildert Lindberg den Prozess des Komponierens. Vieldeutig fügt er hinzu: „Aber einige Songs wurden von uns auch geträumt und dann zu Papier gebracht.“ 

Mit ihren Klängen ziehen sie nach eigener Einschätzung „die Zuhörer in den Bann einer dunklen Märchenwelt – oft stellen sich die Nackenhaare auf“. Die Lyrics beschreiben sie als „poetische und tiefgründig – mystisch und dunkel, manchmal traurig oder gruselig“. 

Beim Wacken-Ableger dabei

Band-Kopf Lindberg hebt allerdings hervor: „Bei den Konzerten spielen wir aber auch Songs zum Mitsingen und Tanzen.“ Er selbst singt und spielt Klavier und Davul, eine orientalische Zylindertrommel. Wajassier singt und spielt Gitarre. Eduardsson bedient die Trommeln. Sjöwall spielt die Djembe, eine afrikanische Bechertrommel und fungiert auf der Bühne als „Mystiker“. Größter Erfolg der Band war 2019 der Auftritt bei den „Wacken Winter Nights“, einem Ableger des berühmten Heavy-Metal-Festivals im Sommer. 

Benannt wurde die Band nach einem Dragol, einer Mischung aus Drache und Schmetterling. Ein eben solcher ist zentrale Figur im Schauer-Märchen „Die dunkle Mär“. So heißt nicht nur die erste CD und bis dato einzige Veröffentlichung der Truppe aus Münster. Diese musikalische Erzählung wird auch den ersten, einstündigen Teil des Konzertes am 10. Oktober ausmachen. 

Zart, wild und auch kraftvoll

Nach einer kurzen Umbaupause folgt dann der zweite Teil mit neuen Songs, die keine zusammenhängende Geschichte erzählen. „Die Stücke sind dann zum Teil zart, zum Teil wild und kraftvoll.“ Zwischen dem Einlass in die Höhle und dem Konzert „mischen sich schon Märchenfiguren unter das Publikum“, versprechen die Musiker. „Der Runenmer holt die Zuschauer zwischen den Songs ab und führt sie immer tiefer in eine dunkle Märchenwelt.“ Die Übersetzung von Runenmer laute Geschichtenerzähler, verrät Lindberg.

Tickets für das Konzert im Oktober gibt es zum Stückpreis von 38 Euro auf der Bandhomepage www.dragol.de.

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