Mängel beim Brandschutz in Mellen

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Das Feuerwehrhaus in Mellen bekommt im neuen Brandschutzbedarfsplanentwurf schlechte Noten.

Balve - „Die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehr in Balve ist mit der vorhandenen Einsatztechnik und dem ehrenamtlichen Einsatzpersonal derzeit grundsätzlich gegeben“, werden die „Wesentlichen Inhalte des Brandschutzbedarfsplanentwurfs 2015“ eingeleitet. Die insgesamt 154 Seiten starke Ausarbeitung ist Thema im Haupt- und Finanzausschuss am Montag, 15. Juni, ab 17 Uhr.

Zur Kenntnis nehmen die Ausschussmitglieder dann auch, dass „im Rahmen der Ist-Analyse einige, zum Teil gravierende Defizite erkannt“ worden sind. Dazu gehört die in vielen Fällen tagsüber nicht ausreichende Anzahl an Einsatzkräften (besonders in Eisborn) sowie angemessene Schutzkleidung, die zur Verfügung gestellt und gelagert werden muss. Ausgehend von einem mittleren Risiko betrage die personelle Mindestausstattung 63 freiwillige Einsatzkräfte.

Um die nicht durch Feuerwehr abgedeckte Orte wie Eisborn und Leveringhausen aufgrund der räumlichen Erreichbarkeit beziehungsweise Einsatzkräfteverfügbarkeit innerhalb der vorgegebenen Hilfsfrist zu erreichen, schlägt das Gutachterbüro, Firma Forplan aus Bonn, einen Kommandowagen für das Nachrücken weiterer Kräfte vor. Zur Hilfsfrist – die erste Einheit mit neun Mann soll innerhalb von acht Minuten nach Alarmierung am Einsatzort sein – stellte das Büro dar, dass diese 2012 in 69,2 Prozent erreicht wurde. 2013: 55,6 Prozent, 2014: 57,2 Prozent.

Empfohlen wird das Zusammenlegen der Löschgruppen Beckum und Volkringhausen an einem neuen Standort. Schlechte Noten gab es für das Feuerwehrgerätehaus Mellen wegen unzureichender Stellplatzsituation der Einsatzfahrzeuge, keine Schwarz-Weiß-Trennung und fehlender Abgas-Absauganlage für die Einsatzfahrzeuge. Ebenso schlecht schnitt Mellen bei der Parkplatzsituation der Einsatzkräfte, der fehlenden Notstromversorgung oder Notstromeinspeisung, Ladestromerhaltung, Drucklufterhaltungssysteme und nach Geschlechtern getrennte Umkleideräume ab. In diesen insgesamt sieben Klassifizierungsmaßnahmen nach Typ A und B ragte Mellen dadurch hervor, weil es an diesem Standort im Vergleich mit den anderen bei jedem Punkt immer etwas zu kritisieren gab.

Der Brandschutzbedarfsplanentwurf wurde in der Fassung vom 12. November 2007 fortgeschrieben. Zur Prüfung vorgelegt wurde der Entwurf am 27. April den Fraktionsvorsitzenden, den Zug- und Gruppenführern, dem Kreisbrandmeister und auch dem Amt für Ordnungsrecht und Bevölkerungsschutz MK.

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