Mädchen dominieren bei der Sportlerehrung

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BALVE ▪ Der Stadtsportverband hat am Freitagabend die D-Jugend-Mädchen von Rot-Weiß Mellen und die Schwimmerin Veronika Herdes von den Wasserfreunden Balve für ihre herausragenden Leistungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet.

Ob es ein Zufall war, dass diesmal nur Sportlerinnen ausgezeichnet wurden? Die Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Christa Knoop, ging in ihrem Grußwort jedenfalls auf die Tatsache ein, dass die Frauen in den vergangenen Monaten im Sport eine ganz besondere Rolle gespielt haben: So war das Jahr 2009 das Jahr der Frauen im Sport und auch bei den olympischen Winterspielen in Kanada hatte die Athletinnen besonders gut abgeschnitten. Und deshalb war es für sie auch kein Zufall, dass bei dieser Ehrung nun die Mädchen im Vordergrund standen.

In die Reihe der erfolgreichen Sportlerinnen fügten sich die Fußballmädchen von Rot-Weiß Mellen gut ein. Christa Knoop erinnerte in ihrer Laudatio daran, dass die weibliche D-Jugend im vergangenen Jahr den Kreispokalsieg auf dem Feld errungen hatte und versuchte, die Ursachen für den erfolgreichen Mädchenfußball im Golddorf zu ergründen. Immerhin hatten die kickenden Mädchen, die aus dem ganzen Stadtgebiet nach Mellen kommen, ihre Leistungen kontinuierlich verbessern und im vergangenen Jahr schließlich krönen können. Die Faktoren für den Erfolg seien vielfältig, sagte Knoop: gute Trainingsbeteiligung, ein beispielhaftes Engagement der Eltern, aber auch ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl.

Als Sportlerin des Jahres wurde Veronika Herdes von den Wasserfreunden Balve ausgezeichnet. Die junge Schwimmerin habe ihren Weg von der Kindergruppe bis zur 1. Wettkampfmannschaft kontinuierlich verfolgt. Im Laufe der Jahre habe sie sich zu einer guten und vielseitigen Schwimmerin entwickelt. Jahr für Jahr habe sie durch Trainingsfleiß und Wettkampferfahrung ihre persönlichen Bestzeiten verbessern können, bis schließlich 2009 ihr bisheriges Rekordjahr wurde: In 14 Wettkämpfen gewann Veronika Herdes 33 Medaillen, davon trugen 22 die goldene Farbe. Fast nebenbei hilft die 16-Jährige beim Training der Kindergruppen und büffelt zurzeit für ihren Übungsleiterschein.

Georg Schulte, der Vorsitzende des SuS Eisborn, hätte am Freitagabend als Exot dagestanden, wenn er seine Auszeichnung denn hätte entgegennehmen können. Für seine mehr als 20-jährige Vorstandsarbeit hatte ihm der Stadtsportverband eigentlich den Sportehrenpreis zugedacht. Weil der Eisborner aber mit seinem Kartenclub auf einer schon länger geplanten Reise nach Barcelona weilte, soll ihm die Auszeichnung später nachgereicht werden.

Glückwünsche überbrachte den ausgezeichneten Sportlerinnen auch Balves stellvertretende Bürgermeisterin Helga Rath. Eine sinnvollere Freizeitbeschäftigung, als Sport zu treiben und dabei das Selbstbewusstsein zu stärken, könne sie sich nicht vorstellen, sagte sie während der Feierstunde, die von der Langenholthausener Band „Plan“ musikalisch umrahmt wurde.

Von Volker Griese

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