„Die Gewohnheiten der Besucher ändern sich“

Luisenhütte wird digital: Auf diese Neuerungen dürfen sich Besucher freuen

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Großprojekt Geschichtspark Balve: Im Rahmen dieses Projekts soll ab der Saison 2022 auch die Luisenhütte erlebbarer werden. Dieses Bild hat der Balver Werner Ahrens entworfen.

Wocklum - Die Luisenhütte in Wocklum wird digital: Während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins verriet Stephan Sensen, auf welche Neuerungen sich Besucher ab der Saison 2022 freuen können.

Die Luisenhütte in Wocklum wird digital: Ab der Saison 2022 werden Gießer, Hüttenknecht und Konstrukteur als Holografien ihren Arbeitsbereiche vorstellen – und auch die Maus ist mit einem Film über moderne Hochofentechnik dabei.

„Die Gewohnheiten der Besucher ändern sich“, sagte Stephan Sensen, Fachdienstleiter Museen des Märkischen Kreises, während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Luisenhütte am Mittwoch. Deshalb werde ein Konzept für die mediale Aufwertung erarbeitet, dessen Inhalte sich sehenlassen können.

20 digitale Beiträge sollen für Mehrwert sorgen, ebenso ein QR-Code, der auch auf Englisch und Niederländisch hinterlegt ist und ohne App, dafür über den hauseigenen Server abgerufen werden kann. Sensen blickt dabei über den Hochofen hinaus auf das anliegende Museum für Vor- und Frühgeschichte.

Denn auch dieses soll digital und multimedial zum Reden gebracht werden: ein Mammut kann auf diese Weise auferstehen, ebenso der Höhlenbär – und auch eine Zeitreise zu den Dinosauriern wäre vorstellbar.

Diese Maßnahmen sind Teil des Großprojekts Geschichtspark, der nicht nur die Luisenhütte und das Museum für Vor- und Frühgeschichte erlebbarer machen, sondern auch die weiteren touristischen Highlights der Hönnestadt miteinander verbinden soll. Dazu gehören auch die Balver Höhle, die Pfarrkirche St. Blasius und das Schloss Wocklum (wir berichteten).

Als großes Gesamtpaket soll dieses mit Fördergeldern vom Land bezuschusst werden. „Das wertet den geschichtsträchtigen Standort Balve auf“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU). Dass die Luisenhütte gut besucht wird, sich im heißen Sommer 2020 aber den Freibädern als bevorzugtere Freizeitaktivitäten geschlagen geben musste, zeigt sich in den Besucherzahlen für das abgelaufene Jahr, die Gerburguis Fabry-Friedrich im Geschäftsbericht präsentiert.

7766 Besucher wurden gezählt, und damit 1837 mehr (plus 31 Prozent) als im Vorjahr, darunter auch bei den Großveranstaltungen „Saisoneröffnung“ und „Luise heizt ein“. Die Zahl der Museumsbesucher fiel um 19,1 Prozent auf 2150; die museumspädagogisch betreuten Besuche sanken um 13,5 Prozent auf 1288 Personen (Vorjahr: 1489).

Geführte Besuchergruppen wurden 80 gezählt, und damit 16,7 Prozent weniger als 2018. Aber: Gegenüber 2003, dem letzten Öffnungsjahr vor der baulichen Sanierung und musealen Neukonzeptionierung der Luisenhütte, erhöhten sich die Besucherzahlen um 346 Prozent.

Die Gäste kommen dabei nicht nur von auswärts, auch die Balver nehmen ihre Luisenhütte immer mehr an. „Bei schönem Wetter ist der Spielplatz voll – und die Eistruhe in der Hüttenschänke leer“, sagte Stephan Sensen

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