„Luise heizt ein“ lockt rund 2000 Besucher

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Die Show „Himmel und Erde“ in der Dunkelheit war wieder einmal der Höhepunkt von „Luise heizt ein“. - Foto: Krumm

Balve - Schönstes Sommerwetter lockte am Samstag einmal mehr rund 2000 Besucher nach Wocklum rund um die Luisenhütte, wo die Devise lautete: „Luise heizt ein“.

Von Thomas Krumm

Ein prächtiger Regenbogen über dem Industriedenkmal markierte den Übergang zu einem leichten Nieselregen, der zu später Stunde aber nur wenige Besucher vertrieb. Denn noch stand der wichtigste Programmpunkt in der Stunde vor Mitternacht bevor: Die Show „Himmel und Erde“, deren mystische Figuren die obere Wiese in eine surreale Phantasiewelt verwandelten.

Die Schönen und die Biester zeigten eine beeindruckende Inszenierung aus Feuerjonglage, Tanz und Akrobatik, zu der eher finstere Gestalten mittels eines riesigen Krans aus dem Himmel herabschwebten. Mochte die Verlegung der Hauptbühne auf die Hinterseite der Luisenhütte auch durch diesen Einsatz des Krans mitbedingt sein, so war sie doch auch in anderer Hinsicht eine sinnvolle Veränderung: Denn dort oben ist erheblich mehr Platz um die Bühne herum als vor der Hütte, wo es im vergangenen Jahr noch das eine oder andere Gerangel um die beste Sicht auf die Bühne gegeben hatte.

"Luise heizt ein"

Die Schauspieler von „Feuervogel“ zogen überall ihre Zuschauer in den Bann.

Vor der Luisenhütte gab es ein ergänzendes Programm auf einer kleinen Bühne – etwa eine spektakuläre Feuerjonglage. An der anderen Seite des technischen Denkmals befand sich ein großer Globus, an dem Kinder und Erwachsene in die Rolle des weltentragenden Atlas schlüpften. Mit der Dunkelheit erstrahlte diese Erde auch von innen.

Der Regen hatte auch sein Gutes – viele Besucher nutzten die Zeit, um die Hochofenanlage von innen kennenzulernen.

Für die Kinder gab es physikalisch-technische Bastel- und Experimentierstationen, an denen Windmühlen und Wasserräder gebaut werden konnten. Wer mochte, konnte auch Experimente rund um den Luftballon oder Versuche zur Oberflächenspannung von Wasser machen.

Der kurze Regen machte zwar die Straße nass, dennoch zogen die wilden Gesellen über das Gelände.

Doch wie immer waren die Zähmung des Feuers auf den Bühnen und die Begegnungen mit den Fabelwesen die spannendsten Programmpunkte. Die phantasievollen Kostüme der Akteure der Theatergruppe „Feuervogel“ wollten bewundert werden. Die Schauspieler traten gewissermaßen in zwei Etagen auf, denn eine Figur ging zumeist auf Stelzen. Überall, wo sich die eleganten Damen und ruppigen Kerle unter das Publikum mischten, wurden sie bestaunt und von Fotografen verfolgt, Besucher halfen beim Schieben eines Wagens, und alle warteten schließlich geduldig auf den Beginn des großen nächtlichen Spektakels, zu dem sich die vielen kleinen Auftritte verdichteten. Die aufwändige Show verband Kampf und Anmut, martialische Rüstungen und elegante Damenkleider, plätscherndes Wasser und auflodernde Feuer – getreu dem Motto „Luise heizt an“.

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