„Luise heizt ein“ am 7. Juli in Wocklum

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Auch bei der 13. Auflage von „Luise heizt ein“ an der Luisenhütte in Wocklum soll es wieder spektakuläre artistische Darbietungen vor der beeindruckenden Kulisse der historischen Hochofenanlage geben.

Wocklum - Die mittlerweile 13. Auflage des Festivals „Luise heizt ein“ findet am Samstag, 7. Juli, ab 17 Uhr in und rund um die Luisenhütte in Wocklum statt. Der Kreis als Veranstalter verspricht ein interessantes Programm mit Künstlern, bei denen sich alles um das Thema Luft drehen wird

„Man sieht sie nicht und doch ist sie allgegenwärtig. Sie kann gut oder schlecht sein, auf jeden Fall braucht sie jeder: Menschen, Tiere, Pflanzen. Und das Feuer – ohne sie kein Feuer! Ohne Feuer kein Eisen, ohne Eisen keine Luisenhütte…. Es wird also Zeit, der Luft endlich die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient!“, meint Detlef Krüger, Fachdienstleiter Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises. 

Schon zum 13. Mal findet am Samstag, 7. Juli, das Kulturfestival „Luise heizt ein“, das 2018 unter dem Motto Luft steht, statt. So haben alle Künstler, die sich ab 17 Uhr an der historischen Hochofenanlage in Wocklum einfinden, eines gemeinsam: Sie arbeiten mit Luft, aber auf gänzlich unterschiedliche Art und Weise. 

Comedy-Akrobatik auf zwei Leitern 

„Hoch, weit und schräg!“ ist dabei der Anspruch von Jean-Ferry an sich selbst. Der Comedy-Akrobat nutzt dabei seine Arbeitsgeräte nicht auf herkömmliche Art. Seine Leitern stehen frei. Jean-Ferry steht nicht nur darauf, er vollführt Handstände, Schwünge, Sprünge und Salti. Auch auf die Darbietungen auf dem Trampolin dürfen die Besucher gespannt sein, schließlich werden Höhenflüge, Bauchlandungen und waghalsiger Slapstick geboten. Der Berliner Künstler trat unter anderem schon im Friedrichstadtpalast in Berlin und im Circus Roncalli auf. 

Ebenfalls hoch hinaus treibt es die Künstler von Mosaique. Luftartistik als stationärer Walk-Act ist an sich schon ein Kuriosum, wird aber beim gemütlichen „Hanging Around“ zum temporären Hingucker. Am Trapez, Ring oder Vertikaltuch zeigt Jana Korb das Beste aus der Luftartistik. 

„Hörbare“ Luft vom Druckluftorchester 

Für die Ohren gibt es „hörbare“ Luft vom Druckluftorchester. Das Universal Druckluft-Orchester schöpft bei seinen Präsentationen aus einem umfangreichen Repertoire verschiedenster musikalischer Genres. „Bekannte, beliebte und fast vergessene Melodien bekommen durch das eigenwillige Instrumentarium einen einzigartigen Charakter“, heißt es in der Ankündigung des Kreises. 

Ebenfalls für Musik sorgen sollen die Men in Blech. Die Musiker rühmen sich damit, willentlich visuelle und akustische Rezeptoren des menschlichen Gehirns anzusprechen und somit Lachen, Freude und Euphorie auszulösen. „Men in Blech ist die erste und bisher einzige Musikshow der Welt, deren Musiker nicht nur professionell spielen, sondern auch gleichzeitig dazu tanzen“, teilt der Kreis mit. 

Begleitet werden all diese luftigen Künste von den Windsbräuten und Wolkenfängern der Künstlergruppe Art Tremondo. 

Abschluss mit Feuerkunst 

Über den Köpfen der Zuschauer möchte Hochseilartist Oliver Zimmermann auftreten und hat sich eine 65 Meter lange Strecke auf dem Areal ausgewählt. „Er verbindet damit auf eine unerwartet poetische Weise die idyllische Umgebung der Luisenhütte mit dem historischen Bauwerk“, verspricht die Ankündigung. 

Wenn es dunkel wird, trifft zum Abschluss dieses luftigen Abends Luftartistik auf Feuerkunst. Mit Illuminair – Aerial Fire Fusion verschmilzt Feuerartistik mit Luftakrobatik am Vertikaltuch. Mit ihrer dreibeinigen Pyramide als Bühne entführen die Artistinnen von Mosaique ihr Publikum in feurige Höhen. Sie erzählen von der Überwindung der Schwerkraft, spannen die Segel auf, sind bereit zum Flug. Das Grande Finale bilden Flammenwirbel und dynamische Luftartistik mit einem Akzent Pyrotechnik. 

Rundgang durch das Museum 

Bei Mitmachaktionen rund um die Luft können kleine und große Besucher ihre Geschicklichkeit und Kreativität unter Beweis stellen und auch das Museum für Vor- und Frühgeschichte der Stadt Balve hat sich eine Überraschung für Kinder ausgedacht. 

Selbstverständlich ist die Luisenhütte geöffnet und lädt zu einem Rundgang durch das interaktive Museum ein. Bei den Führungen können auch der Röhrenwinderhitzer oder das Gebläsehaus passend zum Thema Luft kennengelernt werden. 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Festivalverbundes „Live in den Fabrikskes“ statt und wird durch die Regionale Kulturförderung in der Kulturregion Südwestfalen vom Land NRW unterstützt. Beginn ist um 17 Uhr, der Eintritt ist frei.

Für die Besucher des Kulturfestivals „Luise heizt ein“ an der Luisenhütte gibt es in diesem Jahr ein ganz besonderes Angebot: Um 17, 18 und 19 Uhr finden kostenlose Führungen durch das nahe gelegene Schloss Wocklum statt. Das Barockschloss wird von der gräflichen Familie von Landsberg-Velen bewohnt, die 1748 die Luisenhütte gründete. In dem adeligen Wohnsitz können vornehme Salons, der großen Speisesaal, das elegante Kaminzimmer und die mehr als 300 Jahre alte Kapelle besichtigt werden. Die Salons sind aufwendig möbliert und mit Stuck, Decken- und Wandmalereien ausgestaltet. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahlen für die Schlossführungen wird um Voranmeldung per E-Mail an museen@maerkischer-kreis.de oder unter Tel. 0 23 52 / 9 66 70 34 gebeten. Die Entfernung zwischen Schloss und dem Industriedenkmal beträgt rund einen Kilometer. Es wird ein kostenloser Shuttle angeboten.

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