Lebensräume von Tieren und Pflanzen

Lückenschluss-Projekt: Weitere Kartierungsarbeiten

Baustelle AutobahDer Weiterbau der A46 ist in der Region umstritten.n
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Der Weiterbau der A46 ist in der Region umstritten.

Zusätzlich zur laufenden Erfassung der Tierwelt werden von Juli 2021 bis voraussichtlich Juni 2022 im Untersuchungsraum von 46sieben (Lückenschluss der Autobahn 46 und Weiterbau der Bundesstraße 7) weitere Kartierungsarbeiten stattfinden.

„Außerhalb bebauter Bereiche werden Gutachterinnen und Gutachter der Fachbüros AFRY (Köln) und Simon & Widdig (Marburg) Bestandskartierungen der Biotoptypen und der Realnutzung vornehmen“, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW am Mittwoch mit.

Die Autobahn Westfalen und der Landesbetrieb hatten kürzlich über eine europaweite Ausschreibung die Arbeiten im Rahmen der Umweltverträglichkeitsstudie an diese Büros vergeben. Beide Behörden weisen darauf hin, dass Grundeigentümer die Kartierungen gemäß Bundesfernstraßengesetz auf ihrem Gelände zulassen müssen und bitten um Mitarbeit.

Lebensräume der Tiere und Pflanzen erfasst

„Im Gegensatz zu den faunistischen Kartierungen werden im genannten Zeitraum Biotoptypen, also die unterschiedlichen Lebensräume der Tiere und Pflanzen erfasst, sowie die Nutzung der Flächen: zum Beispiel Wald, Grünland, Ackerfläche, Fließ- oder Stillgewässer“, schreibt Straßen.NRW.

In Balve könnte besonders Eisborn von einer Realisierung des Verkehrsprojekts betroffen sein, weil auch ein Trassenverlauf in unmittelbarer Nähe zur Ortsgrenze geprüft wird.

Wildkatze lebt im Untersuchungsraum

Im Rahmen der seit Herbst laufenden faunistischen Kartierungsarbeiten wurden unter anderem an sechs Standorten 23 Nachweise von Wildkatzen dokumentiert. Aussagen über die exakte räumliche Verbreitung und zur Populationsgröße gibt es noch nicht. Christoph Kindel, Projektleiter bei Straßen.NRW, wies darauf hin, dass der Nachweis von Wildkatzen im Untersuchungsraum allein noch keine Bewertung für oder gegen eine Eignung einer späteren Linienführung sei: „Es gibt Mittel und Maßnahmen Projekte zu planen und gleichzeitig die Existenz und den Lebensraum der Wildkatzen zu sichern“, sagte Kindel bei der Vorstellung der Zwischenbilanz Anfang Juni.

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