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Löschgruppe Hönnetal: Bald fehlt nur noch das neue Gerätehaus

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Von: Julius Kolossa

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Die Vorstände der Fördervereine der Löschgruppen Volkringhausen und Beckum. Diese Vereine wurden am Montagabend aufgelöst. Künftig wird es einen gemeinsamen Hönnetal-Verein geben.
Die Vorstände der Fördervereine der Löschgruppen Volkringhausen und Beckum. Diese Vereine wurden am Montagabend aufgelöst. Künftig wird es einen gemeinsamen Hönnetal-Verein geben. © Kolossa, Julius

Aus den Löschgruppen Volkringhausen und Beckum wurde schon zu Jahresbeginn die neue Einheit Hönnetal der Freiwilligen Feuerwehr Balve, auch einen gemeinsamen Förderverein wird es in Kürze geben und die Stadt hat ihre Hausaufgaben ebenfalls gemacht.

Bis die neue Löschgruppe allerdings ihr neues Gerätehaus beziehen kann, wird es noch viele Monate dauern.

Denn dieses soll bekanntlich in Sanssouci am neuen Kreisverkehr der B 229n entstehen. Diese soll als Umgehungsstraße auf einer Länge von rund 1,2 Kilometern von Sanssouci nach Wocklum verlaufen, damit der Verkehr auf der Bundesstraße nicht mehr durch das Nadelöhr Eisenbahnviadukt fließen muss. Der Beginn der Bauarbeiten liegt aber noch in weiter Ferne.

Trasse soll über Stockmeier-Gelände führen

Denn die Trasse soll über das Gelände der Firma Stockmeier führen. Die Firma soll dafür in den angrenzenden Steinbruch umziehen und dort einen neuen Standort errichten. Dann könnten die jetzigen Gebäude abgerissen werden. Weil in diesen jedoch die unter Naturschutz stehende Zwergfledermaus nachgewiesen wurde, verzögert sich das Projekt immer weiter – und damit auch der Neubau des Gerätehauses.

Die Mitglieder der Löschgruppe Hönnetal können also weiterhin nicht gemeinsam ausrücken, die Gerätehäuser an der Kapellenstraße in Volkringhausen und an der Arnsberger Straße in Beckum müssen noch auf unbestimmte Zeit genutzt werden. „Vom 1. Januar bis zum 1. Dezember hatten wir 140 Einsätze“, sagt Patrick Schäfer, der mit Lukas Busche das Leitungsduo der Hönnetal-Löschgruppe bildet, im Gespräch mit der Redaktion. „80 Einsätze wurden bei den First Respondern verzeichnet, 60 bei der Feuerwehr.“ 36 aktive Feuerwehrleute gehören zur Hönnetal-Einheit, außerdem 19 Kameraden in der Ehrenabteilung und neun in der Jugendfeuerwehr.

Gemeinsamer Förderverein wird gegründet

Künftig wird es für die neue Löschgruppe auch einen gemeinsamen Förderverein geben. Die juristischen Voraussetzungen dafür wurden am Montagabend bei Sitzungen in der Schützenhalle Volkringhausen mit der Auflösung der seit elf Jahren bestehenden Fördervereine für Volkringhausen und Beckum geschaffen. Die Beschlüsse fielen jeweils einstimmig. Sobald diese Vereine aus dem Vereinsregister beim Amtsgericht Arnsberg verschwunden sind, soll die Neugründung erfolgen.

„Feuerwehrtechnisch sind wir seit fast einem Jahr eine Einheit. Jetzt warten wir noch ab, bis wir einen Förderverein gründen können, der die finanziellen Belange regelt“, sagt Karin Rausmann, Vorsitzende des Volkringhausener Vereins. Denn über die Mitgliedsbeiträge und Spenden sollen weitere Gelder für Anschaffungen der Wehrleute generiert werden. Sebastian Steiner, Vorsitzender des Beckumer Vereins, sagt: „Eine gemeinsame Kasse ist die ideale Voraussetzung für unsere Löschgruppe.“

Wehr hat auf das Projekt keinen Einflus

Die Gründung des gemeinsamen Fördervereins ist im Sinne von Christian Boike, Zugführer des Löschzuges 3. Diesem gehören die Gruppen Hönnetal und Eisborn an. „Dass wir nun noch eine räumliche Zusammensetzung in Sanssouci hinbekommen werden, da bin ich ganz zuversichtlich. Aber dieses Projekt braucht eben seine Zeit. Und darauf haben wir als Feuerwehrleute keinen Einfluss“, so Christian Boike abschließend.

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