Lindenallee in Wocklum wird gefällt

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Die Motorsäge dröhnt: Die rund 100 Jahre alten Linden in Wocklum werden gefällt. Eine Ersatzanpflanzung ist geplant.

Wocklum - Sie sind eindrucksvoll, älter als die allermeisten Balver und strahlen etwas Majestätisches aus. Trotzdem müssen die rund 100 Jahre alten Linden gefällt werden.

Seit Montag dröhnen an der Wocklumer Allee die Motorsägen und auch ein Harvester ist im Einsatz: Umfangreiche Forstarbeiten finden statt. Dort werden in Richtung des Schlosses Wocklum die alten Linden gefällt. Heiner Otto, Oberforstrat, und Jakob Graf von Landsberg-Velen erklärten, dass diese Maßnahme unbedingt notwendig sei, da ansonsten die Gefährdung des Publikumsverkehr zu groß sei. „Wir können und wollen die Verantwortung nicht länger tragen, dass die morschen Bäume jemanden verletzen. So schön die Lindenallee auch sein mag, die Bäume müssen gefällt werden“, waren die Männer einer Meinung.

Die Linden seien sehr morsch und kaputt. Das sei bei dieser Baumart nach circa 100 Jahren durchaus nicht unüblich. Manche Bäume an der viel befahrenen Straße seien darüberhinaus noch durch Autos beschädigt worden, was die Lebenserwartung der Bäume zusätzlich negativ beeinflusst habe. Innerhalb der nächsten Tage sollen nun alle Linden gefällt werden, damit für die Besucher und Anlieger der Reitanlage kein weiteres Risiko mehr besteht.

„Es besteht aber kein Grund zur Trauer“, beruhigen die Fachleute und erklären: „Wenn die Aufräumarbeiten beendet sind werden als Ersatz neue, auch schon größere Bäume, gepflanzt.“ Das Holz der morschen Baumriesen sei alles andere als wertvoll, hieß es gestern: Die alten Linden sollen stückchenweise nach Brilon transportiert und dort zu Spanplatten verarbeitet werden. - Von Andrea Kellermann-Michels

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