Lichtermeer und stehender Beifall bei Benefizkonzert der Bundeswehr-Bigband

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Die Bigband der Bundeswehr spielte am Donnerstag in einer außergewöhnlichen Location. In der ausverkauften Höhle begeisterten die 25 Profimusiker und drei Sänger die 866 Zuhörer.

Balve - Alles außer Märsche spielte am Donnerstag die Bigband der Bundeswehr in der Balver Höhle. Geboten wurde ein Repertoire mit Swing, Rock und Pop. Egal ob „Skyfall“, „One Moment in time“ oder ein Medley von James Last – es war für Jeden etwas dabei. „Wir haben hier in einer außergewöhnlichen Location gespielt“, sagte der Bandleader Oberstleutnant Timor Oliver Chadik, der 25 Profimusiker sowie die drei Sänger Susan Albers, Jemma Endersby und Marco Matias hinter sich wusste.

Die große Klasse des Ensembles trat bereits zu Beginn nach der Eröffnungsfanfare mit einem musikalischen Ausflug in den Jazz zutage. Dabei wurde nicht nur auf die Top Ten der Jazz-Klassiker gesetzt, sondern auch unbekanntere, aber ebenso gefällige Stücke gespielt. Der Bandleader führte dabei durch das Programm, wobei sich die Moderation auf das Wesentliche beschränkte. Die Musik stand bei dieser Veranstaltung klar im Mittelpunkt.

Möglich gemacht wurde das Event vom Musikverein Beckum, der im 90. Jahr seines Bestehens das Glück hatte, die Bigband für einen Abend verpflichten zu können.

„Vor zwei Jahren haben wir uns beworben“, blickte Thomas Bianga, Vorsitzender der Beckumer Musiker, zurück. Ziel war es, mit den Bundeswehrsoldaten ein Benefizkonzert für die Jugendarbeit zu gestalten „Die Zusage haben wir 2016 erhalten.“ Ab August dieses Jahres waren die letzten Eintrittskarten verkauft, die Höhle mit 866 Plätzen also ausverkauft.

Stromausfall vor dem Konzert

Für Konzertatmosphäre sorgten in dieser Woche beim Aufbau die Techniker der Bigband, während die Beckumer mit anderen Arbeiten wie dem Auf- und Abbau der Stühle sowie dem Service an den Theken genug zu tun hatten. „Und dann musste vor dem Konzert noch ein Stromausfall behoben werden“, blickte Thomas Bianga zurück.

Benefizkonzert der Bigband der Bundeswehr in der Balver Höhle

Pünktlich zum Konzertbeginn war der Puls wieder auf Normalniveau. Der Vorsitzende begrüßte das Publikum und übergab danach das Mikrofon an Landrat Thomas Gemke, den Schirmherrn des Konzerts. Dieser lobte den Musikverein, der seit 90 Jahren immer am Puls der Zeit sei und mit dem Musikheim und der musikalischen Früherziehung auf den Nachwuchs setzte. Mit der Verpflichtung der Bundeswehr-Bigband seien jetzt neue Maßstäbe gesetzt worden.

Große Gefühle zum Abschluss

„Mit einem Moment der großen Gefühle und großem Bigband-Sound verabschieden wird uns“, sagte Oberstleutnant Chadik. Mit der Instrumentalfassung von „My Way“ sorgte er für den emotionellsten Teil des Konzerts. Gedankt wurde es ihm sowie allen Solisten, die noch einmal zum Einsatz kamen, mit stehendem Beifall. Mit „Purple Rain“ brachten Bigband und Publikum die Höhle zum Strahlen – Letzteres schuf mit ihren Handytaschenlampen ein Lichtermeer in der beleuchteten Höhle. „Singt mit“, forderte Susan Albers ihre Zuhörer auf. „Noch etwas lauter – die Höhle kann das ab.“

Beim letzten Lied, „Tristessa“ von den Gipsy Kings, gab es Partystimmung pur. Zweieinhalb Stunden lagen nun hinter den Musikern, die sich damit eindrucksvoll von Balve verabschiedeten. Thomas Bianga zeigte sich zufrieden mit dem Konzert. Auch den Blick in die Zukunft scheute er nicht: „Wir könnten uns in vier oder fünf Jahren noch einmal bewerben.“

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