Wechsel zum 1. Dezember

Lhoist-Werk Hönnetal: So steht der neue Leiter zu den Erweiterungsplänen

Vorgänger und Nachfolger: Dr. Zacharias Grote (links) übergibt die Leitung des Lhoist-Werkes im Hönnetal an Stefan Flügge.
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Vorgänger und Nachfolger: Dr. Zacharias Grote (links) übergibt die Leitung des Lhoist-Werkes im Hönnetal an Stefan Flügge.

„Es gibt an jedem Standort gewisse Herausforderungen – und diese wurden bisher immer gemeistert“, geht Stefan Flügge ab 1. Dezember seine neue Aufgabe an.

Dann übernimmt er die Leitung des Lhoist-Kalkwerkes im Hönnetal. Der diplomierte Bergbauingenieur tritt die Nachfolge von Dr. Zacharias Grote an.

Während sein Vorgänger nach sechs Jahren ins Lhoist-Werk nach Istein in Baden-Württemberg wechselt, kommt Stefan Flügge aus dem Werk in Brilon-Messinghausen ins Hönnetal. Fast 14 Jahre lang war in Messinghausen als Werkleiter tätig – nun hat es der Familienvater, der mit seiner Frau und zwei Kindern in Menden wohnt, bedeutend näher nach Hause.

Flügge kennt Hönnetal-Werk bereits

„Das Werk Hönnetal kenne ich von meiner dreijährigen Zeit als Betriebsassistent ab 1991“, erzählte er am Mittwoch bei seiner Vorstellung. Während Stefan Flügge schon seit drei Wochen von Dr. Zacharias Grote eingearbeitet wird, stapeln sich bei Letzterem die Umzugskartons. „Dienstag ist mein erster Arbeitstag in Istein.“ Gerne blickt er zurück auf seine Zeit im Hönnetal: „Hier waren die Leute immer zu 120 Prozent dabei. Ich lasse nicht nur ein super Team, sondern auch ein tolles Werk zurück.“

Werkleiter-Wechsel seien unternehmenstypisch, erklärten beide. „Wir wurden beide gefragt“, sagte Dr. Grote mit Blick auf die neuen Standorte. Auch wenn sich ihm in Istein bald neue Strukturen eröffnen, so wird er doch das Hönnetal nie so ganz aus dem Blick verlieren. „Bei Terminen des Managements bin ich wieder hier vor Ort.“

Neuer Leiter: „Erweiterung schreckt mich nicht ab“

Zur ab 2023 geplanten Erweiterung des Kalksteinbruchs um etwa 80 Hektar in Richtung Eisborn und zur damit einhergehenden Auseinandersetzung mit der Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung (BGS) sagte Grote: „Ich bleibe dran an diesem Thema.“ Doch die Entscheidungsbefugnis geht ab 1. Dezember auf Stefan Flügge über, der dazu sagte: „Die Erweiterung schreckt mich nicht ab, denn ich nehme alle hier vorliegenden Themen auf. Dazu gehört, dass sich dieser Standort im Hönnetal weiter entwickeln muss, um wirtschaftlich bleiben zu können.“

Erfahrungen mit Erweiterungen, so fügte er hinzu, gebe es an vielen Standorten. „In Messinghausen wurde um sechs Hektar erweitert, wobei auch der Kontakt mit der Bevölkerung gesucht und gefunden wurde.“ So soll es auch im Hönnetal sein, denn für ihn steht fest: „Dieses Werk hat noch viel Zeit vor sich – und wird sich im Laufe dieser Zeit verändern.“ Gerne begleite und gestalte er Veränderungen mit, so dass er sich auch den neuen Herausforderungen stellen werde.

Bislang noch kein Kontakt mit der Bürgerinitiative

Noch sei von Seiten der BGS keine Kontaktaufnahme erfolgt, die er auch begrüßen würde. Ob und wie diese eventuell im demnächst anstehenden Moderationsverfahren zwischen Lhoist und den Eisbornern erfolgen wird, dazu konnte Flügge noch nichts sagen. „Dieser Termin steht bevor“, fügte Unternehmenssprecher Christian Zöller hinzu; auch er wollte oder konnte sich allerdings nicht auf ein Datum festlegen.

Der neue Werkleiter hat zumindest schon mal eine klare Meinung zu den Argumenten der Bürgerinitiative, die sich schon jetzt immer wieder über Lärm- und Staubbelästigungen in Eisborn beklagt: „Wir werden objektiv und sachlich damit umgehen und alle Wünsche aufnehmen. Es gilt, einen vernünftigen Ausgleich und einen Kompromiss zu finden.“

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