Sauerländer Autorin Bettina Lausen

450 Seiten starke Reise führt in Balve 500 Jahre zurück

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Bei der Bierprobe war die Stimmung sichtlich gut: Neben Kölsch gab es auch Altbier. Kellerbiere und ein Starkbier rundeten die Auswahl ab.

Balve - Keine leichte Kost war das, was bei der Lesung am Donnerstag in der Sokola.de geboten wurde. Das galt sowohl zum Teil für ausgeschenkten Getränke wie auch für die zu hörende Geschichte. Autorin Bettina Lausen las aus ihrem Roman „Die Reformatorin von Köln“.

Der Inhalt in Kurzform: 1517 will die Brauerstochter Jonata aus Köln die Seele ihres toten Bruders vor dem Fegefeuer retten. Sie möchte deshalb Ablassbriefen kaufen. So kommt sie auch mit dem Augustinermönch Martin Luther in Kontakt.

Dieser reformierte im Oktober desselben Jahres mit dem öffentlichen Aushang seiner Thesen die Kirchenwelt. Damit war er – je nach Perspektive – ein gefürchteter oder gefeierter Zeitgenosse geworden.

Lausen schildert ihre Geschichte auf 447 Seiten. Vor einer mit nur 18 Teilnehmern kleinen Runde präsentierte die Schriftstellerin Auszüge aus ihrem Werk. In ihrem Roman verbindet Lausen historische Persönlichkeiten mit einer erdachten Geschichte. Am Ende dieser werden Luthers Schriften auch in Köln verbreitet.

Bettina Lausen las in der Sokola.de Auszüge aus ihrem zweiten Roman „Die Reformatorin von Köln“ vor.


Passend zum Lutherjahr gelang Lausen nach langen Recherchen die Veröffentlichung ihres zweiten Buches. Nach ihrem Krimi „Das vermisste Mädchen“ von 2014 wagte sie sich jetzt aber an ein anderes Genre.

Dem Publikum in der Sokala.de gefiel der Ausflug in die Geschichte, bei dem sich neben dem Charakter von Luther die Persönlichkeiten von Jonata und ihres zweiten Bruders Edelin im weiteren Verlauf der Handlung erstaunlich weiter entwickelten.

Dieses Buch, dass wurde schon nach wenigen Passagen deutlich, legt der Leser nicht so leicht aus der Hand. Vielmehr nimmt er Anteil am Geschehen, in dem eine anfangs einfache und heile Welt nach und nach ins Wanken gerät.

Die Sokola.de rundete den Leseabend mit einer Bierprobe ab: Zur Auswahl standen drei Kölschsorten, zwei Kellerbiere, ein Altbier und ein Starkbier. Der Promillegehalt der angebotenen Getränke reichte von 4,8 bis 16.

Die nächste Veranstaltung in der alten Langenholthausener Grundschule ist am Freitag, 17. November, der „Mordsabgang“ mit Astrid und Frank Kallweit. Beide gehören zur Gruppe der „Mörderischen Sauerländer“ und treten erstmals in der Sokola.de als Duo mit einer Lesung auf. An diesem Abend wird es auch eine Weinverkostung geben.

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