AEZ Leichtmetallräder: Hochregallager wächst

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„Es geht voran!“: Klaus Küfer, Geschäftsführer der AEZ Leichtmetallräder, freut sich gemeinsam mit den ausführenden Architekten Reinhard und Stefan Klotz über die Baufortschritte.

GARBECK - „Es geht voran“– Klaus Küfer, Geschäftsführer der AEZ Leichtmetallräder GmbH, blickt zufrieden auf die Baufortschritte im Gewerbegebiet Braukessiepen.

Mit den ausführenden Architekten Reinhard und seinem Sohn Stefan Klotz stellte er unserer Zeitung vor, was seit einem Jahr auf 10 000 Quadratmetern nach und nach Gestalt annimmt: „Ein Hochregallager für 750 000 Felgen von 14 bis 22 Zoll.“ In Deutschland wird es damit nach seinen Angaben eines der größten dieser Art sein. Die Baukosten betragen 16 Millionen Euro.

Der Entschluss, sich in Garbeck anzusiedeln, erfolgte in dem Unternehmen, das in Werdohl und Neuenrade tätig ist, aus logistischen Gründen. Klaus Küfer: „Wir suchten dringend Lagermöglichkeiten, und weil uns die Nähe zu unseren Produktionsstandorten wichtig ist, haben wir uns für diesen Neubau entschieden.“ 100 Meter lang, 50 Meter breit und 18 Meter hoch wird das Hochregallager sein, das vollautomatisch funktionieren wird. Außerdem entsteht ein Verladebereich (30 mal 20 Meter) und ein Versandbereich (25 mal 25 Meter). „Von hier aus werden 100 000 Räder im Jahr deutschland- und europaweit in Reifenbetriebe, freie Werkstätten und Marken-Werkstätten transportiert“, stellte Küfer die Anforderungen dar.

Mit ganz besonderen Herausforderungen hatten sich die Architekten vorab zu beschäftigen, bereitete doch die Unebenheit des Bodens einige Probleme. Reinhard Klotz: „Je tiefer wir vordrangen, desto mehr Höhen und Tiefen fanden wir vor.“ 300 Pfähle zum Ausgleich mussten bis in eine Tiefe von 22 Metern angebracht werden, auf denen dann die Bodenplatte gegossen wurde.

Etwa 20 Facharbeiter aus den Bereichen Tiefbau, Stahlbau und Hochbau sind dabei, die Gebäude hochzuziehen. Klaus Küfer: „Wir haben sämtliche Gewerke an heimische Firmen vergeben.“ Dazu gehört auch die farbliche Gestaltung des Hochregals („Wir wollen keinen grauen Klotz in der Landschaft stehen lassen“), und der Bau des Hochbehälters mit einem Fassungsvermögen von 1093 Kubikmeter Wasser, aus dem die Sprinkleranlage gespeist wird.

Fertig werden soll das neue Werk, das die bisherigen angemieteten drei Lagerstandorte im Rheinland ersetzen wird, im August 2014. „Nach drei Monaten Probebetrieb wird dann hier der Arbeitsalltag einkehren“, so Küfer. Geleitet wird das Lager von Björn Bender, sein Stellvertreter ist André Unkhoff. Beide werden zurzeit in Neuenrade und in der deutschen Hauptverwaltung in Siegburg auf ihre neue Aufgabe vorbereitet. Zwei weitere Mitarbeiter haben bereits ihre Arbeitsverträge unterschrieben, sechs werden noch gesucht. Klaus Küfer: „Alles ist so konzipiert, dass für Kommissionieren, Be- und Entladen sowie die weiteren anfallenden Arbeiten insgesamt zehn Leute gebraucht werden.“

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