Kinderkreisel: CDU lehnt Zuschuss ab

Balve - Für etwa 30 Minuten wurde am Mittwoch die Rats-sitzung unterbrochen. Auf Antrag von Heinrich Stüeken (UWG) wurde mit elf Ja-Stimmen, acht Nein-Stimmen und sieben Enthaltungen der Kindertagesstätte „Kinderkreisel“ für ihren Antrag auf zusätzliche Förderung noch einmal Gehör verschafft.

An dem bereits im Fachausschuss Schule, Kultur, Soziales und Sport getroffenen Mehrheits-Entschluss, dem Rat vorzuschlagen, den Antrag auf einen freiwilligen Zuschuss zum Trägeranteil der Stadt Balve abzulehnen, änderte auch dieser Austausch letztlich nichts mehr. Die dafür abgegebenen Stimmen von UWG und SPD waren im Vergleich mit der CDU in der Minderheit.

Als Begründung für das Ablehnen wies Christiane Schärfke, Fachbereich Soziales und Ordnung, auf die im vergangenen Jahr vorgenommene Gleichbehandlung aller Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet hin. Es werde bei allen gekürzt, und kein Träger zusätzlich belastet, so Schärfke. In diesem Zuge fragte Johannes Schulte (CDU) nach den bisherigen Rücklagen des „Kinderkreisels“. Diese belaufen sich, so die Verwaltung, auf über 100.000 Euro. Weil die Kita selbst kein Eigentümer der von ihr genutzten Immobilie sei, sagte Hildegard Baumeister, Leiterin, werde das Geld demnach nicht für bauliche Zwecke, sondern für die Gestaltung des Außengeländes, des Hofes und in Spiele investiert.

Die Leiterin führte aber auch die mit ihrer Kita einhergehenden Einzigartigkeit im Stadtgebiet an. In ihr werden Kinder bereits ab vier Monaten aufgenommen. Die anderen U3-Einrichtungen würden erst ab dem zweiten Lebensjahr aufnehmen. Weitere Argumente, dass mit dem „Kinderkreisel“ ein Anreiz für junge Eltern geschaffen werde, und die Stadt zukunftsfest zu machen (Daniel Pütz, UWG) oder, dass nach vorne gesehen und Zeichen gesetzt werden müsse (Heinrich Stüeken, UWG), kamen auf.

Die SPD (Sigrid Schmidt, Cay Schmidt und UWE Geitz) ging auf die Härte ein, die diese Institution treffen würde. Zwar hätte diese Fraktion seinerzeit das Kibiz mit verabschiedet, doch in der jetzigen Situation würde sie sich für den Antrag stark machen. Dagegen sprach sich Johannes Schulte (CDU) aus, der auf das Engagement auch anderer Vereine und Eltern hinwies. Außerdem sprächen die Zahlen für sich. Ergebnis: Jetzt müssen die 30 Elternteile, die ihre Kinder in den „Kinderkreisel“ bringen, die Mehrbelastung selbst aufbringen. - jk

Rubriklistenbild: © dpa

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