Leader-Interviews starten am Freitag

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Die Bürgermeister Antonius Wiesemann (Neuenrade, l.) und Hubertus Mühling (Balve) hoffen auf neue Erkenntnisse.

Balve / Neuenrade -  Ins 13. Projekt der Leader-Region, in der sich Balve, Neuenrade, Arnsberg und Sundern zusammengeschlossen haben, sollen jetzt die Einwohner noch intensiver einbezogen werden.

„Die Bürger sind Teil einer zukunftsweisenden Studie. Sie haben mit ihren ehrlichen Antworten die Möglichkeit, dabei zu helfen, ihre Heimat ein Stück weit zu gestalten“, erläuterte Regionalmanagerin Annika Kabbert am Montag die Hintergründe der geplanten Umfrage. Am Freitag solle die telefonische Befragung von erwerbstätigen Menschen aus der Leader-Region Sorpesee starten.

Ein auf Umfragen spezialisiertes Unternehmen werde stichprobenartig 1000 Personen kontaktieren, und Fragen zu ihrer Lebenslage und zur beruflichen Situation stellen. Die repräsentative Auswahl aus etwa 65 000 Erwerbstätigen in der 130 000 Einwohner zählenden Leader-Region werde dafür sorgen, dass wissenschaftliche Hintergründe zum Lebens- und Arbeitsgefühl entstehen, erklärte die wissenschaftliche Projekt-Leiterin Dr. Barbara Vielhaber. Geplant sei, aus den Ergebnissen Handlungsfelder und eventuell neue Projekte abzuleiten.

17 bis 20 Minuten würden die Interviews am Telefon dauern, die jeweils werktags zwischen 17 und 20 Uhr durchgeführt werden sollen. „Die Interviewer melden sich mit dem Bezug auf dieses Projekt“, sagte sie und unterstrich: „Alles ist anonym und freiwillig.“ Etwa vier Wochen werde es dauern, bis das Umfrage-Projekt abgeschlossen sei. Die Ergebnisse sollen im März des kommenden Jahres präsentiert werden.

Initiatoren sind die vier Städte der Region. Projektträger ist die Stadt Neuenrade. Deren Bürgermeister Antonius Wiesemann erklärte: „Der demografische Wandel, verbunden mit einem Fachkräftemangel und die Abwanderung junger Menschen sind Probleme, denen sich der ländliche Raum stellen muss. Nur wenn wir wissen, wie die hier lebende Bevölkerung ihr Umfeld wahrnimmt und wo es Probleme gibt, können wir die Thematik anpacken und diesen negativen Trend mit zukunftsweisenden Projekten entgegen wirken.“

Das aktuelle Leader-Projekt mit einem Kostenrahmen in Höhe von 30 000 Euro werde zu 65 Prozent aus Leader-Fördermitteln finanziert. Die vier beteiligten Städte teilen sich den 35-prozentigen Eigenanteil, der sich pro Kommune auf jeweils 2600 Euro beläuft.

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