Leader fördert neue Projekte in Balve

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Lars Morgendbrod und Annika Kabbert sind die Regionalmanager des Vereins "Leader sein". Sie begleiten die Projekte, die aus der Region für die Region entwickelt werden sollen.

Balve - In der Leader-Region am Sorpesee, die Balve, Neuenrade, Sundern und Arnsberg umfasst, ist einiges im Gange: Die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) des Vereins "Leader sein" hat am Montagabend gleich sechs Projekte für das Jahr 2017 beschlossen.

Davon kommt eins aus Balve und drei betreffen das ganze Leader-Gebiet. Für die Projekte werden knapp 280.000 Euro an Leader-Fördermitteln investiert. „Da kommt ganz schön was ins Rollen“, sagte Klaus Peter Sasse, Vorsitzender der LAG. 

Dass das vor allem auf die Vereine, Kommunen und die intensive Arbeit aller Beteiligten zurückzuführen ist, wissen auch die Regionalmanager Lars Morgenbrod und Annika Kabbert. „Wir haben Expertenkreise entwickelt, mit Leuten aus der Region, um gemeinsam Strategien zu entwickeln“, sagte Morgenbrod. 

Weitere Projekte sind in Planung

Bereits sieben weitere Projekte seien für 2018 in Planung. Dazu gehöre die Idee eine Fläche neben dem Friedhof in Garbeck aufzuwerten: „Es soll dort eine parkähnliche Nutzung entstehen – die Projektidee wird sich aber erst noch weiterentwickeln“, sagte Kabbert. 

Bereits fest steht für Balve das Projekt „Anschluss finden – die Öffentliche Bücherei Balve als Treffpunkt mit digitalem Zusatzangebot“. Antragsteller ist die Stadt Balve. „Dieses Projekt besteht aus zwei Bausteinen“, sagte Kabbert und ergänzte: „Zum einen will die Bücherei den digitalen Anschluss nicht verpassen.“ Deshalb werde eine Onleihe (digitale Ausleihe) in das Angebot integriert – dieser Teil des Projekts soll bereits im März starten. 

Zu einer Sitzung der LAG trafen sich am Montagabend der Vereinsvorstand, Mitglieder der LAG, Kernteammitglieder und Projektträger im bbz Arnsberg. Sechs Projekte wurden vorgestellt und demnächst auf den Weg gebracht.

Im Laufe dieses Jahres werde das Gebäude, in dem sich die Bücherei befindet, barrierefrei umgebaut. „Der Schacht für den geplanten Aufzug führt durch Räume der Bücherei“, weiß Kabbert. Deshalb sollen diese direkt mit umgestaltet werden. „Die Leute sollen in der Bücherei verweilen – es wird eine Kombination aus einem digitalen Angebot und einem Angebot vor Ort.“ Der Kinder- und Jugendbuchraum werde umgebaut und getrennt – um einen Bereich für Kinder und einen für Jugendliche zu schaffen. Auch das Ausleih-Angebot werde entsprechend erneuert. 

Außerdem wird ein Lese-Café für alle Besucher der Bücherei eingerichtet. Für die Maßnahmen werden rund 27.402 Euro an Leader-Fördermitteln und ein Eigenanteil (der für jedes Projekt erforderlich ist) von etwa 14.755 Euro eingeplant. Das Projekt soll bis Dezember 2018 laufen. 

Akuter Mangel an Fachkräften 

Das teuerste der sechs Projekte ist das „App-Netzwerk“. Es wird im Frühjahr dieses Jahres in der ganzen Leader-Region und Meschede starten und Leader-Fördermittel in Höhe von 146.763 Euro erhalten. Antragsteller – im Sinne aller Städte – ist die Wirtschaftsförderung Arnsberg GmbH. Der Eigenanteil beträgt 79.026 Euro.

Besonders teuer an dem Projekt sei die Entwicklung der Software, weiß Regionalmanager Morgenbrod. Geplant ist ein digitaler Standortkatalog, der an mehrere Schul-Apps angeschlossen werden soll. Eine solche App gibt es bereits für die Realschule Balve – sie könnte als Vorreiter für die weiteren Planungen dienen. 

Ziel des Projekts ist die Bindung junger Leute an die Region. „Der Fachkräftemangel ist akut“, sagte Morgenbrod. Neben Informationen über Veranstaltungen, Freizeitangebote und Gastronomie sollen auch Stellenangebote integriert werden. Schüler können sich direkt über Arbeitgeber, Ausbildungs- und Praktikumsangebote in der Region informieren. 

„Es braucht in erster Linie exzellente Ideen“

3,1 Millionen Euro Leader-Fördermittel stehen für sieben Jahre zur Verfügung – „und es soll bestenfalls alles investiert werden“, sagte Morgenbrod. „Es braucht in erster Linie exzellente Ideen“, sagte Sasse. Um diese weiter voran zu treiben, wird es eine „Regionsweite Erwerbstätigenbefragung“ geben.

Außerdem werden junge Leute ins Boot geholt. Durch das Projekt „Power Up – Bring Deine Ideen in Form“, wird den Teilnehmern bei der Umsetzung von Ideen geholfen. „Wir wollen in die jungen Köpfe investieren“, sagte Kappert.

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