Landrat zeichnet Garbecker Kita als „Haus der kleinen Forscher“ aus

Mit wenigen Handgriffen bringen die Kinder um Erzieherin Marilyn Hoth einen Vulkan zum Ausbruch. Landrat Thomas Gemke (Mitte) staunt.

GARBECK ▪ Die Leiterin des Familienzentrums Heilige Drei Könige Garbeck, Elisabeth Dippong, betonte, dass das Experimentieren und Forschen schon immer fest im Konzept des Familienzentrum verankert gewesen sei. Seitdem die Kita dem Projekt „Haus der kleinen Forscher“ angehöre, habe es aber noch mal einen Extra-Schub an Motivation gegeben. Landrat Thomas Gemke ernannte die Kindertageseinrichtung am heutigen Mittwoch zum „Haus der kleinen Forscher“. Von Annabell Niemand

In Balve ist es die erste Kita, die diese Auszeichnung erhalten hat. Sechs Kindergärten in Balve, 63 im Nordkreis, machen jedoch mit.

Inzwischen, so die Kita-Leiterin, gehören naturwissenschaftliche und technische Experimente fest zum Alltag. Und genau das ist das Ziel der Stiftung, die die frühkindliche Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik fördern will. „Durch ihre Beobachtungen und Fragen lernen Kinder spielerisch, welche naturwissenschaftlichen Phänomenen ihren Alltag bestimmen“, erklärte Jutta Groß, Koordinatorin der lokalen Netzwerkstelle, dem Kreis Junger Unternehmer aus Iserlohn.

„So kann man es schaffen, Angst vor Naturwissenschaften gar nicht erst aufkommen zu lassen“, ergänzte Schirmherr und Landrat Thomas Gemke. Der frühe Zugang zu naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen werde langfristig dazu beitragen, einem Fachkräftemangel in den entsprechenden Bereichen entgegenzuwirken. Auch Gemke liebe Versuche: „Wenn ich sonntags vom Joggen komme, gehöre ich zu denen, die die Sendung mit der Maus gucken.“

Erzieherin Doris Stracke-Bahr berichtete, dass in Garbeck vor allem die Vorschulkinder und die Vier- bis Fünfjährigen im Forscherzentrum experimentieren, beobachten und überlegen. „Ein, zwei Experimente machen wir zusammen. Außerdem haben die Kinder an mehreren Stationen die Möglichkeit, selbst zu experimentieren.“

Weil so viele Gratulanten, unter anderem Bürgermeister Hubertus Mühling, Ortsvorsteher Christoph Haarmann und die kommissarische Schulleiterin Dorothe Kneer, im Haus waren, verwandelte sich die Kita heute in ein großes Forschungslabor. Die Mädchen und Jungen stellten zum Beispiel Schokoladeneis her, testeten eine Zitronenbatterie und ließen sich von schillernden Seifenblasen beeindrucken.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare