Kulturförderung: Erneuter Vorstoß der UWG

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Lorenz Schnadt von der UWG.

Balve - Die UWG wagt einen weiteren Vorstoß in Sachen Kulturförderung: Während der Sitzung des Rates am Mittwoch, 21. März (17 Uhr, Rathaus) möchte Fraktionsvorsitzender Lorenz Schnadt den Mitgliedern dieses Gremiums einen neuen Vorschlag unterbreiten.

Einzelheiten wollte Schnadt allerdings noch nicht verraten. „Wir müssen dringend etwas für die Kulturförderung tun. Die UWG hat sich etwas einfallen lassen“, kündigte er an. Hintergrund des Antrages sei, dass die bisherigen Anläufe zur Kulturförderung in der Hönnestadt nicht angenommen würden. 

Schnadt verweist in seinem Schreiben an die Verwaltung auf den SPD-Antrag, den die CDU-Mehrheit im November 2016 abgelehnt hatte. Die Sozialdemokraten hatten im Ausschuss für Schule, Kultur, Soziales und Sport für die Einrichtung eines Kulturfonds plädiert, in den 25 000 Euro fließen sollten. 

Kinderkulturfonds seit 2017

Stattdessen hatte die CDU wenige Tag später während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses im Alleingang beschlossen, ab 2017 einen Kinderkulturfonds einzurichten, in den jährlich 2500 Euro fließen. Mit diesem Geld sollte es Kindern bis 14 Jahren aus sozialschwachen Familien ermöglicht werden, Veranstaltungen zu besuchen, die von Vereinen und Institutionen aus Balve organisiert werden. Die UWG hatte seinerzeit gegen das CDU-Vorhaben gestimmt – sie hatte ihrerseits 3750 Euro für die Kinder-Kulturförderung gefordert. Die SPD hatte sich enthalten. 

Mit Blick auf diesen von der CDU gewollten Kinderkulturfonds erklärt Lorenz Schnadt jetzt: „Dieses Ansinnen kann man als gescheitert betrachten.“ Der Zuschuss sei bis heute von lediglich sieben Kindern in Anspruch genommen worden. 52,50 Euro seien aus diesem Fördertopf abgerufen worden. „Eine Lehrerin hat die sieben Karten für Flüchtlingskinder beantragt“, klärt Schnadt auf. 

UWG: „Ursachen sind mannigfaltig" 

Balver Familien hätten sich dagegen nicht aus dem Fonds bedient. „Die möglichen Ursachen sind mannigfaltig“, stellt der UWG-Vorsitzende fest. Zum einen habe die Verwaltung nach der Beschlussfassung in keiner Form für den Kinderkulturfonds geworben. Zum anderen spricht der UWG-Chef von einem „Bürokratie-Monster“: „Man fragt sich doch sofort, welche Unterlagen man vorweisen muss, um seine Bedürftigkeit zu beweisen.“ Abgesehen davon sei es vielen Betroffenen unangenehm, sich als „sozialschwach“ zu outen.

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