Kruse-Gruppe stellt Insolvenzantrag

Balve -  Die Kruse-Gruppe hat jetzt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Insolvenzgericht Arnsberg gestellt. Dies teilte Jörg Nolte, Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Horst Piepenburg, aus Düsseldorf mit.

Aus der Mitteilung geht hervor, dass der in Balve ansässige Hersteller von Chemie- und Kalkprodukte zahlungsunfähig infolge gescheiterter Refinanzierungsbemühungen sei. Das operative Geschäft solle nun aber stabilisiert werden. Die Löhne und Gehälter für die Mitarbeiter der betroffenen Gesellschaften seien über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit bis Ende März gesichert. Eine Vorfinanzierung der Auszahlung werde geprüft.

Betroffen sind laut Nolte insgesamt fünf Gesellschaften des Konzerns mit rund 350 der 431 insgesamt Mitarbeiter. Piepenburg , so hieß es gestern, sei derzeit gemeinsam mit einem Spezialistenteam in Balve vor Ort, um sich einen persönlichen Eindruck von der Unternehmenssituation zu verschaffen. In einer ersten Stellungnahme sagte der vorläufige Insolvenzverwalter zu dem Verfahren: „Wir werden nun schnellstmöglich eine Bestandsaufnahme machen und uns bemühen, den Geschäftsbetrieb von Kruse zu stabilisieren.“

Die Geschäftsführer Matthias Kruse und Andreas Früh erklärten: „Wir haben vorrangig ein Liquiditätsproblem. Das operative Geschäft war zuletzt profitabel. Darum hoffen wir, gemeinsam mit allen Beteiligten in der Insolvenz möglichst viele Arbeitsplätze erhalten zu können.“

2012 erwirtschaftete die Gruppe nach eigenen Angaben einen Umsatz von circa 250 Millionen Euro.

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