Internationales Engagement

Sammelaktion für Polio-Impfung

Helmut Schäfer sammelt die Verschlüsse und leitet sie an eine gemeinnützige Organisation weiter.
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Björn Freiburg sammelt im Landmarkt die Verschlüsse und leitet sie an eine gemeinnützige Organisation weiter.

Mellen – Zum Wegwerfen viel zu schade: Kronkorken und Plastikverschlüsse wandern in Mellen nach ihrem Gebrauch nicht mehr in die Tonne, sondern werden jetzt im Landmarkt gesammelt.

Die Idee dazu kam von Helmut Schäfer, der die gesammelten Kronkorken einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung stellt, die damit wiederum die Anschaffung von Rollstühlen oder auch Gehhilfen in ärmeren Ländern ermöglicht. Mit den Plastikverschlüssen soll die Finanzierung von Impfungen gegen Kinderlähmung (Polio) in Afghanistan, Pakistan und Nigeria ermöglicht werden.

500 Verschlüsse bedeuten eine Impfung

Laut Robert Koch Institut tritt dort noch Polio auf. Engagiert hatte sich 2018 und 2019 bereits die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis für dieses Projekt, und übergab seinerzeit die Inhalte zahlreiche gefüllter Sammeltonnen an einen Rotarier-Club zur weiteren Verwendung. Das Ziel in Mellen ist und bleibt dasselbe: durch den Verkauf von 500 Verschlüssen wird eine Polio-Impfung ermöglicht. „Beide Aktionen sind nicht befristet“, teilte Helmut Schäfer auf unsere Anfrage mit. Erste Erfolge stellten sich ein, denn die ersten Sammelboxen mussten bereits geleert werden. Die Idee dazu hatte Schäfer nach einem Gespräch mit Klaus Plümper aus Sundern, der sich dort seit 2018 im Aktionsbündnis: „Deckel für soziale Projekte engagiert“, und an den die in Mellen gesammelten Verschlüsse auch geliefert werden.

„Im Landmarkt gibt es jetzt auch eine Box für Briefmarken, die an die Werkstatt für Behinderte in Bielefeld-Bethel geschickt werden“, stellte Helmut Schäfer ein weiteres Hilfsprojekt vor, das seit vielen Jahren bereits in der Mellener Kirche durchgeführt wird. Nun können alte Briefmarken – gerne noch auf den Umschlägen klebend – auch im Landmarkt abgegeben werden. Die werden dann in der Werkstatt abgelöst und verkauft. Helmut Schäfer engagiert sich auf vielfältige Weise für „sein“ Dorf, so in der Kirchengemeinde oder als einer der Dorfkümmerer, die sich für die Verschönerung ihrer Heimat einsetzen.

Darüber hinaus hat er 2011 die „Geben-und-Nehmen-Hütte“ ins Leben gerufen, mit der alljährlich vor Weihnachten sozial schwachen Familien eine Freude gemacht wurde. Inzwischen macht sie sich als „Wichtelhütte“, nun geleitet von der Balver Werbegemeinschaft, einen neuen Namen.

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