Krippenspiel fällt ins Wasser - Dauerregen beim Balver Weihnachtsmarkt

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Wer wasserdicht angezogen war und einen Schirm dabei hatte, war für das Wetter gerüstet. Einige Besucher blieben in diesem Jahr aber offensichtlich lieber zu Hause im Trockenen.

Balve - Dieser Balver Weihnachtsmarkt war nichts für schwache Gemüter: Der seit Samstag bis Sonntag Mittag vorherrschende Dauerregen, sorgte dafür, dass sich nur die überzeugten Weihnachtsmarktbesucher aus dem Haus trauten.

Und dies nur mit Schirm. Dieser war ein Muss am Sonntag, an dem so einiges ins Wasser fiel. So wurde das erste Krippenspiel abgesagt. „Das haben wir noch nicht erlebt“, meinte dazu Joshua Levi Baumeister.

Zwar gehörte er „nur“ zur Technik und hatte ein Dach über dem Kopf, doch ihm taten die Akteure leid, die schon in Kostümen auf dem Drostenplatz zusammen kamen, und sich dann doch entscheiden, die erste Aufführung nicht stattfinden zu lassen. Dafür hatte jeder Verständnis – groß war der Besucherandrang zu dieser Zeit noch nicht. Es war selten so leer am Mittag beim Weihnachtsmarkt wie in diesem Jahr.

Bilder vom Weihnachtsmarkt und dem Krippenspiel in Balve 2018

Die wenigen Besucher drängten sich in die Zelte, und wärmten sich mit Glühwein, heißem Kakao oder mit der Spezialität Schneegestöber auf. Erst als der große Regen nachließ, war mehr los auf dem IBS-Parkplatz, wo sich die Hütten aneinanderreihten.

Aber in allzu großer Kauflaune für Dekorationen zur Adventszeit schienen nur wenige zu sein. Es punkteten die Aussteller, bei denen es nach Essen und Trinken duftete. Flammkuchen, Grünkohl und Crêpes waren der Renner bei den klassischen Gerichten. Außer Konkurrenz war der Stand mit Pommes und Bratwurst.

Glühwein, heißer Kakao oder die Spezialität Schneegestöber kamen bei dem nasskalten Wetter gerade richtig. Erst am Sonntag ließ der Regen ein wenig nach.

Erbensuppe unter dem großen Zelt gehörte auch diesmal wieder dazu. Die IG Garbeck traf damit nach 30 Jahren zum letzten Mal den Geschmack der Besucher.

Die IG Garbeck schwang am Sonntag zum letzten Mal die Löffel – zum Abschied waren diese schwarz. Wenige aktive Mitglieder und ein hohes Durchschnittsalter zwingen den Verein zur Auflösung.

Die Interessengemeinschaft wird sich demnächst ganz aus dem Vereinsleben verabschieden, hat sie doch schon beim Amtsgericht Arnsberg einen Antrag auf Auflösung als eingetragener Verein gestellt. „Deshalb auch die schwarzen Löffel“, betonte Manfred Dickgraefe.

Vandalismus an Toilettenwagen und Austeller-Eigentum

Und noch mehr sorgte am Wochenende für schlechte Stimmung: In der Nacht auf Sonntag kappten Unbekannte den Wasserschlauch vom Toilettenwagen. Mithilfe des Angelsportvereins wurde das Problem schnell wieder behoben.

Ärgerlicher war der Kurzschluss im Steuerungsgerät eines Ausstellers, den ebenfalls Unbekannte herbeigeführt hatten. Sein Karussell und der Süßwarenstand fielen für einige Zeit aus. Eine Lichterkette und zwei Strahler blieben dauerhaft kaputt. Rolf Biggemann berichtete außerdem darüber, so viele leere Bierflaschen wie noch nie im Stadtgebiet gefunden zu haben. Alleine rund um sein Geschäft seien es 18 Stück gewesen.

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