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Kreisstraße 11: CDU sieht dringenden Handlungsbedarf

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Von: Julius Kolossa

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Wenn sich zwei Fahrzeuge begegnen, wird es eng auf der Kreisstraße 11. Dann muss mindestens ein Auto auf die Bankette ausweichen. Genau den Zustand dieses Bereichs kritisiert die Kreis-CDU aber heftig.
Wenn sich zwei Fahrzeuge begegnen, wird es eng auf der Kreisstraße 11. Dann muss mindestens ein Auto auf die Bankette ausweichen. Genau den Zustand dieses Bereichs kritisiert die Kreis-CDU aber heftig. © Kolossa, Julius

Die CDU sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Kreisstraße 11 von Leveringhausen nach Hemer-Ihmert. Seit der Sperrung der Autobahn 45 hat der Verkehr auf der engen und schmalen Straße noch einmal zugenommen.

Die Kreisstraße 11 von Leveringhausen nach Hemer-Ihmert hat viel auszuhalten seit mehr als 40 Jahren. Vor den 1970er-Jahren als einspuriger Feldweg angelegt, ist dieser im Laufe der Zeit zur Kreisstraße heraufgestuft worden – und hat seitdem eine immer größere Bedeutung als kürzeste Verbindung von Hemer, Iserlohn und Altena nach Garbeck, Neuenrade und zur Sorpe erlangt.

Diese Mehrbelastung hinterlässt ihre Spuren. Zumal auch auf der K 11 der Verkehr seit der Sperrung der Autobahn 45 Anfang Dezember weiter zugenommen hat. „Der Zustand der Bankette insbesondere in den Tallagen ist sehr bedenklich und stellt in unseren Augen eine Gefährdung des Straßenverkehrs dar“, sagte der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Karsten Meininghaus, bei einem Ortstermin an der K 11 mit dem Bau- und Straßenausschuss des Kreises. An manchen Stellen seien die Straßenbefestigungen als vorgesehene Ausweichplätze bei Begegnungsverkehr auf der schmalen Straße ausgespült und abgeplatzt. Dazu stellte der Balver Kreistagsabgeordnete Hubert Sauer (CDU) fest: „Auch wenn der Streckenabschnitt momentan Gegenstand von Ausbauplanungen ist, müssen hier kurzfristige Reparaturmaßnahmen erfolgen, um weitere Schäden an der Straße sowie für Verkehrsteilnehmer auszuschließen.“ Die Christdemokraten werden in diesem Zusammenhang eine Anfrage zum aktuellen Stand der Ausbauplanungen stellen.

Täglich rund 1.500 Fahrzeuge

Der Vorsitzende des Bau- und Straßenausschusses im Märkischen Kreis, Hubertus Schulte-Filthaut stellte dar, dass „die K 11 trotz der vorhandenen Mängel mit rund 1 500 Fahrzeugen täglich eine wichtige Ost-West-Verbindung im Kreis darstellt“. Bei Behinderungen auf den Hauptverkehrsrouten, wie der B 515 im Hönnetal steige die Nutzung rasant an.

Der Ausbau ist seit Jahren überfällig

Der Ausbau der Kreisstraße 11 auf dem Abschnitt zwischen Leveringhausen und Hemer-Elfenfohren und wird seit vielen Jahren, mittlerweile schon Jahrzehnten diskutiert. Ursprünglich war geplant, mit den Arbeiten bereits im Jahr 2012 zu beginnen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Es kam immer wieder zu Verzögerungen und das Projekt hatte beim Landesbetrieb Straßen.NRW auch nicht die höchste Priorität. Ob und wann nun der Ausbau erfolgt, ist deshalb weiterhin offen. Bei einem Ausbau würde die Straße eine Breite von 5,50 Metern erhalten, zudem jeweils einen Meter Bankette auf beiden Seiten der Straße. Der Bauabschnitt liegt auf den Gebieten der Städte Altena, Hemer sowie Neuenrade und endet knapp hinter der Stadtgrenze zu Balve. Weil bei einem Ausbau Eingriffe in die Natur nicht zu vermeiden wären, ist das Projekt alles andere als unumstritten. Als bei einem Erörterungstermin auf der K 11 im Jahr 2020 die Planungen vorgestellt wurden, gingen 17 private Einwendungen und eine Unterschriftenliste mit 335 Unterzeichnern bei der Arnsberger Bezirksregierung ein. Hauptthemen waren Lärm, Luft, Abgase und die Veränderung des Landschaftsbildes. Kritisch gesehen wird ein möglicher Ausbau vor allem in Garbeck. Durch die Umgehungsstraße, die vor rund zehn Jahren eröffnet wurde, wird der Durchgangsverkehr aus dem Ort herausgehalten. Bei einem Ausbau der Kreisstraße 11 dürfte sich der Durchgangsverkehr wieder deutlich erhöhen. Denn laut Prognosen könnten dann bis zu 4000 Autos am Tag die K 11 nutzen. Momentan sind es rund 1 500.

„Zusätzlich nutzt durch die Sperrung der A 45 auch überregionaler Verkehr diesen Bereich, was dazu führt, dass für ortsunkundige Fahrzeugführer aufgrund der baulichen Mängel zusätzliches Gefahrenpotenzial entsteht“, ergänzte Karsten Meininghaus. Die CDU-Fraktion wolle zur Behebung dieser Mängel das Gespräch mit der Kreisverwaltung suchen und hoffe, dass eine kurzfristige Lösung möglich sein wird.

Arbeiten „stark vom Wetter abhängig“

Andreas Berg, Pressesprecher beim Landesbetrieb Straßen.NRW, sagte auf Anfrage der Redaktion, dass die Asphaltdecke der Fahrbahn eigentlich in einem tadellosen Zustand sei. „Doch die Bankettbereiche sind tatsächlich sehr ausgefahren“, so Berg. Die zuständige Straßenmeisterei werde sich ein Schadensbild machen, und danach die Bankettbereiche entweder mit Asphalt-Fräsgut oder aber mit Schotter ausbessern. All dies soll „zeitnah noch in diesem Monat erfolgen.“ Berg betonte aber auch: „Die Arbeiten sind sehr stark vom Wetter abhängig.“

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