Messung läuft über ein Jahr

Krebserregendes Radon: In 307 Haushalten in MK-Stadt wird die Belastung gemessen

Die Radonmessgeräte werden in einem Raum des Hauses platziert und messen die Konzentration des Gases in der Luft.
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Die Radonmessgeräte werden in einem Raum des Hauses platziert und messen die Konzentration des Gases in der Luft.

307 Haushalte in Balve haben das kostenlose Angebot des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes Nordrhein-Westfalen angenommen und in ihrem Haus ein Radon-Messgerät platziert.

In einer Langzeitmessung soll herausgefunden werden, in welchen Bereichen der Hönnestadt die Werte des krebserregenden Edelgases in der Raumluft erhöht sind.

Im Januar war nach Messungen, die das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit hatte bundesweit durchführen lassen, bekannt geworden, dass in Balve neben Sundern und Arnsberg die NRW-weit höchsten Radonwerte registriert wurden. Anschließend hatte jeder Balver die Möglichkeit, an dem Radon-Messprogramm teilzunehmen. Das Land stellt die Messgeräte kostenlos zur Verfügung. Die Messgeräte bleiben für ein Jahr an einem festen Ort im Haus stehen.

Messgeräte stehen auch in Schulen und Kindergärten

„Bis zum 15. April hatten 309 Haushalte aus Balve Radon-Messgeräte bestellt und erhalten. Das entspricht 15,7 Prozent aller Anmeldungen aus den drei Kommunen Sundern, Arnsberg und Balve“, sagte Ministeriumssprecher Andreas Hermes auf Anfrage der Redaktion. Zusätzlich wurden im Auftrag der Stadt Balve 41 Radon-Messgeräte durch Mitarbeiter der Zentralen Radonstelle NRW an sieben Schulen und Kindergärten in Balve aufgestellt. „Zum Vergleich: 217 Balver waren am 11. Februar registriert, am 25. Februar waren es 271“, sagte Hermes. Weil die Anfragen zum Radon-Messprogramm seit Anfang März abgeflaut seien, beendete das Ministerium die Möglichkeit zur Teilnahme an dem Messprogramm zum 15. April.

Radon entsteht auf natürliche Weise im Boden und kommt in der Umgebungsluft vor. Es tritt aus Tonschichten aus: „Ein Gestein, das verstärkt Radon freisetzt, kommt im äußersten Osten von Balve vor, bei Mellen, Dickenbruch, Kesberg. Das sagt aber noch nichts über die Radonkonzentrationen in Häusern aus. Es ist nicht möglich vom Radongehalt im Boden auf den Radongehalt im Haus zu schließen“, sagte Hermes.

Gas kann zum Gesundheitsrisiko werden

Sammelt sich das Gas in Räumen an, kann das zu einem Gesundheitsrisiko werden. Wird der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter Luft in Räumen überschritten, sollten Maßnahmen ergriffen werden. Beispielsweise kann das Abdichten von Fugen im Keller das Eintreten von Radon in ein Gebäude dauerhaft reduzieren.

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