Kreatives an über 50 Ständen zu entdecken

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Arno Münch verwandelte Tafelsilber in Schmuck. ▪

BALVE ▪ Zum dritten Mal fand am Sonntag in der Balver Höhle der Höhlenmarkt statt. Die Besucher und Aussteller kamen aus ganz Deutschland und zum Teil sogar aus den Benelux-Ländern.

Mit 45 Ständen fand der Höhlenmarkt das erste Mal im Jahr 2008 statt. Mittlerweile stellen schon 55 Künstler und Handwerker ihre Waren aus. „Die Fläche ist im Inneren der Höhle langsam ausgeschöpft“, erklärte die Elisabeth Hämel, die zusammen mit ihrem Mann Jürgen für den Markt verantwortlich zeichnet. Rund über 1000 Besucher fanden am Sonntag den Weg zur Höhle. Die Gäste schätzen neben der Ausstellung vor allem das besondere Ambiente des Felsendoms. Daher findet auch im nächsten Jahr wieder ein Höhlenmarkt statt, wie sich Elisabeth Hämel jetzt schon sicher war.

Ausgestellt wurde wieder allerlei Schmuck, gefilzte oder gestrickte Kleidung, gemalte Bilder, Dekorationen und sogar Instrumente. Familie Wickel aus Wuppertal bot erneut bunte Lichterketten zum Verkauf an. Diese werden aus Transparent- und Architektenpapier hergestellt, das durch Bügeln und Verkleben den Charakter von Japanpapier bekommt. In vielen bunten Farben mit zusätzlichem Dekorationsmaterial, entstehen so einzigartige Lichterketten. Auch Sylvia Schellhas aus Finnentrop war wieder auf dem Höhlenmarkt vertreten. Sie betreibt das Kunsthandwerk der Strickerei. Bei ihr gab es allerdings nicht nur fertig gestrickte Mäntel, Socken, Pullover und Mützen zu erwerben, sondern auch Wolle und weiteres Material, das zum Stricken verwendet werden kann. Auch ganz besondere Wolle mit Aloevera und Jojobaöl oder Alpakawolle hatte Sylvia Schellhas im Angebot. „Ich stelle nur bei Märkten mit gehobener Qualität aus und das ist hier in Balve der Fall“, betonte sie.

Auch der Besteck-Künstler Arno Münch aus Köln war einmal mehr mit von der Partie. Aus Silberbesteck kreiert er Armspangen, Ringe und Amulette sowie elegante Tischdekorationen. Flaschenöffner, Serviettenringe und Kerzenständer gehören mit zu seinem Repertoire. „Diese Kunst muss man sich jedoch lange aneignen“, erklärte Münch. Außerdem braucht man für die Herstellung spezielles Werkzeug. Ein einfacher Hammer reiche da nicht aus. Wer sich für die Herstellung interessierte, konnte diesen Prozess auch gleich mit verfolgen. So entstanden individuell angepasste Armreifen und Ringe. Wer wollte, konnte auch altes Silberbesteck umarbeiten lassen, allerdings musste es zu mindestens 90 Prozent aus Silber bestehen.

So lockte der Markt am Samstag noch viele Besucher in den Felsendom. Das Resümee von den Veranstaltern lautete am Ende wieder: „Wir sind sehr zufrieden“, so Elisabeth Hämel. ▪ romi

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