Kreative Eisbornerinnen bauen Kulissen für das Musical „Die sieben Jungfrauen“

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Die fleißigen Eisbornerinnen haben rund 60 Arbeitsstunden in die Gestaltung der Kulissen für das Musical „Die sieben Jungfrauen“ investiert.

Eisborn -  Es gibt wieder eine Burg in Eisborn – dieses Gebäude wurde zwar 1964 abgerissen, ist aber für das Jubiläum „775 Jahre Eisborn“ neu errichtet worden. Dafür zuständig waren neun Frauen: vier Sängerinnen des Frauenchors Eisborn und fünf Mitglieder des Künstlerkreises Picarta.

Von Julius Kolossa

Sie haben das ehrwürdige Bauwerk, das 600 Jahre lang das Erscheinungsbild des Dorfes mitprägte, für das Musical „Die 7 Jungfrauen“ in neuem Glanz erstrahlen lassen: „Und dazu noch das Wappen von Eisborn: Wildrosen, Burg Klusenstein, zwei Bäume, ein Kräuterhaus und die sieben Jungfrauen“, ergänzte Truus Vogelaar-Schlotmann, die die künstlerische Gesamtleitung übernommen hat.

Alles wurde auf Spanplatten aufgezeichnet und von Martin Danne ausgesägt. „Chorleiter Heinz-Dieter Baumeister hat uns als Vorgabe eine Skizze des Bühnenbildes auf einem DIN-A-4-Blatt ausgehändigt“, berichtet Vogelaar-Schlotmann. Den Frauen, und nur diese dürfen an diesem Musical mitwirken, wurde bei der Gestaltung freie Hand gelassen.

Jetzt ist die gesamte Fassade zwölf Meter lang, auf der Bühne wird sie 2,50 Meter hoch aufragen. „Alles ist in Handarbeit entstanden“, sind alle Mitwirkenden stolz auf ihr Werk. Sie betonen: „Es hat uns allen viel Spaß gemacht.“ Etwa 50 Liter Farbe haben sie verbraucht; die geleisteten Arbeitsstunden schätzen sie auf 60. Mit dazu gehörte auch die Gestaltung des mit Blumen verzierten Vorhangs – mit dem sind anfangs die Sieben Jungfrauen verdeckt. Und um diese geht es in diesem von Heinz-Dieter Baumeister geschriebenen Musical: Es ist die Liebe zum Burgherren von Klusenstein, die sieben junge Schwestern schließlich zu einer Kräuterfrau führt. Sie soll den jungen Frauen durch Zaubermittel dazu verhelfen, begehrenswerter zu werden. Dies führt auch zu dem gewünschten Erfolg – bis sich dann alle gegenseitig übertreffen wollen, und jeweils eine Überdosis nehmen. Daraufhin erstarren sie zu Stein – so sind sie auch heute noch im Hönnetal zu sehen.

Mehr soll hier natürlich nicht verraten werden, denn das Musical wird im Rahmen des Dorfjubiläums am Sonntag, 23. Juni, jeweils um 13.30 Uhr und 15.30 Uhr in der Schützenhalle zu sehen sein. Gespannt sind alle Mitwirkenden, wie das Werk beim Publikum ankommt. Die Proben gehen langsam in die entscheidende und damit intensive Phase.

Froh sind die Kulissengestalterinnen, dass sie ihr Werk pünktlich abliefern konnten. Dass die Bühnenbilder nach der letzten Aufführung einfach in der Versenkung verschwinden, können und wollen sie sich aber nach der vielen Arbeit, die sie ehrenamtlich investiert haben, nicht vorstellen. Truus Vogelaar-Schlotmann: „Wir hoffen, einen geeigneten Verwendungszweck dafür zu finden.“ Und ihren „Lohn“ haben sie auch schon erhalten: Der Frauenchor Eisborn hat die neun fleißigen Damen mit einem besonderen Ständchen belohnt.

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