Frauen der kfd binden Kräutersträuße

Meist werden neun Kräuter zu einem Strauß zusammengebunden. Die Zahl steht in der Bibel für Frucht und Wandel. - Fotos: Michels

Balve - Zum traditionellen Binden von Kräutersträußen traf sich die kfd jetzt auf dem Hof Busche.

Von Andrea Michels

Zum Anlass von Mariä Himmelfahrt werden Sträuße aus sieben oder meist neun Kräutern gebunden. Da die Zahl neun in der Bibel für Frucht, Gabe und Wandel steht, werden die Sträuße gerne aus neun verschiedenen Kräutern gebunden, um die Verbundenheit zu verdeutlichen. „Die Sträuße aus dem vergangenen Jahr werden nicht einfach weggeworfen, sondern müssen verbrannt werden“, erläutert Siegrid Reinken. Der Rauch solle gen Himmel steigen und ebenfalls eine Verbindung sein. Früher wurden die Sträuße an die Tiere verfüttert oder es wurde Tee daraus zubereitet. Heute sei dies jedoch nicht mehr zu empfehlen wegen der hohen Umweltbelastung und der vielen Schädlinge. Die neu gebundenen Sträuße werden im Wohnbereich aufgehängt, um die Bewohner des Hauses vor Krankheiten und Unheil zu beschützen. Gundhild Busche war aufgrund der schlechten Wetterlage schon morgens unterwegs, um Kräuter zum Binden zu sammeln, so dass die sechs Frauen nicht mehr allzu viel suchen mussten. In Garbeck wachsen die Kräuter in den Straßengräben und wer sich damit etwas auskennt, wird das Eine oder Andere bekannte Kraut erkennen. Salbei, Ringelblume, Dost, Wermuth, Schafgarbe, Kamille, Johanniskraut, Rainfarn, und Zitronenmelisse wurden zusammengebunden. Etwa 100 Sträuße kamen am Ende zusammen und wurden um 19 Uhr von Monsignore Cosmas Alule gesegnet. Gestern Abend wurden die Sträuße im Anschluss an die Messe an die Mitglieder der Gemeinde der heiligen Drei Könige verteilt.

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