Keine Experimente bei der Bluesgang

Thomas Hesse (rechts) konnte auch ein Stromschlag nichts anhaben. Er und die Peewee Bluesgang rockten weiter.

WERDOHL ▪ Klassisch, ohne Schnörkel und ohne Kompromisse – so kommt der Sound der Peewee Bluesgang aus Iserlohn von der Bühne herunter. Für die einen ehrliche Musik, für die anderen altmodisch-langweilig. Von Michael Koll

Werdohler Musikfreunde mögen die Iserlohner aber offenbar sehr gerne. So voll wie am Samstagabend war die Musikkneipe Alt Werrdohl schon ewig nicht mehr. Die Luft konnte locker in Scheiben geschnitten werden. So zuckten die Fans zwar mit Knie oder Kinn, aber an Tanzen war nicht zu denken.

„Give me your soul and I give you my Blues“, sang Richard Hagel (zu Deutsch: Gebt mir Eure Seele und ich gebe Euch meinen Blues). Damit war das Motto für den Abend vorgegeben.

Mal wurde eine der wenigen Balladen eingeschoben (etwa: „California“), mal durfte auch Gitarrist Thomas Hesse ans Mikrofon und singen (beispielsweise beim Stück „Saturday Night“), doch der seit 1977 bewährte Peewee-Sound fand sich in jedem Stück wieder. Lust auf Experimente hatte die Truppe trotz Gast-Keyboarder Daniel nicht.

Hesse erklärte nach seiner Sangeseinlage, dass er vom Mikrofon einen Schlag bekommen hätte. Er seufzte: „220 Volt – ein Tod bei Pöngse auf der Bühne wäre das Schönste, was ich mir vorstellen könnte.“

Da es ihn aber auf den Beinen hielt, gibt es auch 35 Jahre nach Bandgründung weiterhin Bluesiges von der Gang aus Iserlohn.

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