Voluminöse Stimmen und zarte Töne

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Schlecht besucht war das Konzert der Ural-Kosaken in Balve.

Balve - Die Lieder der russischen Seele und Erinnerungen an Schlagersängerin Alexandra, die von 1942 bis 1969 lebte, standen am Freitagabend in der Volkringhausener Schützenhalle im Mittelpunkt. Jedoch lediglich 100 Balver wollten die Ural-Kosaken und Gastsängerin Dorothee Lotsch hören.

Im Vorverkauf waren rund 80 Karten abgesetzt worden. Die Hoffnungen für die Abendkasse waren bald auch schon erloschen.

Dabei wurde dem Publikum viel geboten: professionelle russische Sänger, die mit diesen Konzertinhalten seit zwölf Jahren auf Tour sind, sowie der Meisterchor MGV Cäcilia Volkringhausen und der Frauenchor Querbeet aus Eisborn, die ihre mit eigenen Beiträgen zu einem guten Konzertabend beitrugen.

So eröffneten die gastgebenden Meistersänger mit dem „Halleluja“ des kürzlich mit 82 Jahren verstorbenen Poeten Leonard Cohen, einer Premiere für den Chor. Dieser hatte diesen Klassiker der Populärmusik neu in sein Repertoire aufgenommen und mit seinem Chorleiter Klaus Levermann einstudiert. Als gelungen kann diese Erstaufführung von den 31 Sängern bezeichnet werden, sparte das Publikum doch nicht mit Applaus.

Gut aufgelegt waren die Zuhörer im Saal auch bei den 45 Eisborner Frauen vom Chor Querbeet, die von Heinz-Dieter Baumeister geleitet wurden.

„Und jetzt überlassen wir Laien den Profis die Bühne“, leitete Dirk Stracke, 2. Vorsitzender der Cäcilia, zu den Ural-Kosaken über, die unter der Leitung von Vladimir Koslovski den weiteren Teil zunächst adventlich-kirchlich, nach der Pause weltlicher orientiert, gestalteten.

Mit der „Zarenhymne“ begannen die Sänger, die mit ihrem Stimmvolumen die Schüzenhalle bis in den letzten Winkel ausfüllten. Sie beherrschen dabei auch die leisen Töne wie beim „Mönchsgebet.“

Ihrem Vorbild Alexandra ist Dorothee Lotsch stimmlich ganz nah. „Erstes Morgenrot“, „Mein Kind schlaf ein“, „Auf viele Jahre“, „Sehnsucht“, „Moskauer Nächte“ und auch „Mein Freund der Baum“ gehörten zu ihrem Repertoire, mit dem sie die Zuhörer begeisterte.

Gefühlvoll wurde es beim gemeinsamen Vortrag aller beteiligten Chöre bei den Stücken „Ich bete an die Macht die Liebe“ und „Eintönig hell klingt das Glöckchen“.

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