Insgesamt 18 Objekte aufgesucht

Kontrollen gegen Schwarzarbeit: Zoll in Testzentren im MK

Der Zoll kontrollierte im Märkischen Kreis unter anderem die Corona-Testzentren in Balve und Langenholthausen.
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Der Zoll kontrollierte im Märkischen Kreis unter anderem die Corona-Testzentren in Balve und Langenholthausen.

Besuch vom Zoll wegen einer Kontrolle gegen Schwarzarbeit hatten am Donnerstag die Corona-Testzentren in Balve am Krumpaul und in Langenholthausen in der Sokola.de.

„Die Zollmitarbeiter besetzten sofort alle Ausgänge und befragten unsere Mitarbeiter“, sagte Bernhard Krämer vom DRK, Koordinator des städtischen Testzentrums in Balve. Weil alle Mitarbeiter ehrenamtlich tätig seien, habe es nichts zu beanstanden gegeben. „Wir empfinden diese Kontrolle vor dem Hintergrund der im Raum stehenden Betrugsvorwürfe mit gefälschten Testzahlen gegen andere Testzentren als in Ordnung. Dass die Schwarzen Schafe mit solchen Aktionen herausgefiltert werden, das ist mehr als richtig“, sagte Krämer.

„Ich befürworte strengere Kontrollen bei Abrechnungsbetrug, damit die Testzentren nicht in Verruf geraten“, sagte auch Ralf Bigell, der mit seinem Unternehmen Prohealth24 das Testzentrum im früheren Grundschulgebäude in Langenholthausen betreibt. Weil seine Mitarbeiter alle angemeldet seien, habe es auch dort keinen Fall von Schwarzarbeit gegeben. „Wir haben nichts zu verheimlichen“, so Bigell.

Zoll bestätigt Kontrollen im MK

Die Pressestelle des Hauptzollamtes Dortmund bestätigte auf Anfrage die Kontrollen: „14 Bedienstete des Hauptzollamts Dortmund, Finanzkontrolle Schwarzarbeit Hagen, führten Prüfungen nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz in Corona-Testzentren durch.“ 18 Objekte in Hagen, dem Märkischen Kreis und dem Ennepe-Ruhr-Kreis seinen aufgesucht worden. „Insgesamt wurden 84 Personenkontrollen vorgenommen. Bei den erfolgten Kontrollen wurden teilweise mutmaßliche Verstöße gegen das Sozialversicherungsrecht festgestellt, die derzeit noch weiter geprüft werden.“ Ob auch Verstöße in der Hönnestadt registriert wurden, war von der Pressestelle mit Verweis auf das Steuergeheimnis und den Sozialdatenschutz der Betriebe nicht zu erfahren.

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