Blick auf die Ergebnisse

Kommunalwahl in Balve: Das sagt der Wahlleiter

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Die Balver zeigten sich diszipliniert, lobte Wahlleiter Michael Bathe. Wie auf diesem Foto zu sehen, das im Wahllokal der Grundschule Garbeck entstand, hätten sich die Wähler vorbildlich an die Hygienevorschriften gehalten.

Balve – Große Überraschungen sind während der Kommunalwahl am Sonntag ausgeblieben. Die CDU ist und bleibt die stärkste Kraft in der Hönnestadt und den umliegenden Dörfern.

Auch während der Abstimmung, die coronabedingt natürlich auch mit Einschränkungen in den Wahllokalen verbunden war, gab es keine unerwarteten Vorkommnisse. „Die Bürger haben sich sehr diszipliniert verhalten“, lobte Wahlleiter Michael Bathe, der sich am Sonntag zu einer „Tour über die Dörfer“ aufgemacht hatte, um die ehrenamtlichen Helfer bei Bedarf zu unterstützen. 

Ausdrücklich bedankte sich Bathe bei allen Wahlhelfern, die vorbildliche Arbeit geleistet hätten. Dass das Auszählen der Stimmen für die Stadtratswahl in der Realschule (Wahlbezirk 5) länger dauerte als in den übrigen Wahlbezirken, befand er als durchaus nachvollziehbar. „Dort hatte es Unstimmigkeiten gegeben, und es musste noch einmal nachgezählt werden. Das kann passieren.“ 

Heimvorteil für Mühling in Volkringhausen

Der amtierende und neu gewählte Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU) konnte erwartungsgemäß in Volkringhausen seinen Heimvorteil ausspielen – und dort 77,95 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Sein Herausforderer Lorenz Schnadt (UWG) trumpfte dafür in Eisborn auf: In der Kita des Balver Dorfes sprachen ihm immerhin 41,18 Prozent der Wähler ihr Vertrauen aus. 

Mehr zur Kommunalwahl in Balve lesen Sie hier. 

Dieses Ergebnis passt zur Schlussfolgerung des Amtsinhabers: Mühling hatte bereits am Sonntag vermutet, sein Gesamt-Stimmenverlust in Höhe von fast zehn Prozent (66,68 Prozent) im Vergleich mit der Kommunalwahl 2014 (76,06 Prozent) hänge auch mit der geplanten Erweiterung des Lhoist-Steinbruchs in Eisborn zusammen. „Das hat mich doch sehr überrascht. Die Wähler kreiden mir das offensichtlich persönlich an“, sagte der Bürgermeister. Umso wichtiger sei es nun, jetzt in die Diskussion einzusteigen, Kompromisse zu finden und am Ende das Beste für Eisborn herauszufinden. „Dabei geht es mir um Eisborn, nicht um Asbeck. Um Asbeck muss sich die Stadt Menden kümmern“, unterstrich Mühling. 

CDU-Mehrheit im Rat nun noch deutlicher

Andererseits freute er sich auch, dass die CDU einen Sitz dazugewinnen konnte – und jetzt mit 19 Sitzen eine noch deutlichere Mehrheit im Rat hat. „Und dass die CDU der UWG den Sitz abgerungen hat.“ Das sei ein „klares Votum und ein klarer Auftrag für uns“. 

Bis zur ersten Sitzung des neu gewählten Rates, die vermutlich im November stattfinden wird, werden sich die Kommunalpolitiker die Wahlergebnisse sicher noch genau anschauen. Das beste Ergebnis bei den Wahlen zum Stadtrat konnte Daniel Schulze Tertilt für die Christdemokraten einfahren. Schulze Tertilt, der zum ersten Mal kandidierte, konnte in Mellen aus dem Stand 77,34 Prozent der Wähler von sich überzeugen. Das ist seinem Beckumer Pendant Stefan Brinkschulte nicht gelungen. Er fuhr mit 46,10 Prozent das schlechteste Ergebnis für die Christdemokraten ein. Das zweitschlechteste Ergebnis erzielte CDU-Urgestein Theodor Willmes mit 47 Prozent im Wahlbezirk Balve Grundschule II. Vor sechs Jahren hatte Willmes noch 49,88 Prozent der Wähler für sich gewinnen können. 

UWG holt das beste Ergebnis in Garbeck

Das beste Ergebnis für die UWG (37,11 Prozent) erzielte Martin Severin im Wahlbezirk Garbeck II, die wenigsten UWG-Stimmen konnte Rainer Prumbaum (15,91 Prozent) in Beckum gewinnen. Das verdankt er, ebenso wie der zuvor erwähnte CDU-Kandidat Stefan Brinkschulte, dem starken Abschneiden des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Thomas Vogtmann, der in Beckum 37,99 Prozent der Wähler von sich überzeugen konnte. Dagegen gaben der SPD-Kanditatin Sabriye Altiner in Volkringhausen nur 3,74 Prozent der Wähler ihre Stimme. 

Einer der Gründe für dieses bescheidene Ergebnis könnte die verbesserungswürdige Öffentlichkeitsarbeit der Sozialdemokraten sein: Sabriye Altiner und einige andere SPD-Ratskandidaten hatten im Vorfeld der Kommunalwahl trotz mehrmaliger Anfrage kein Foto zur Veröffentlichung in dieser Zeitung zur Verfügung gestellt.

Mehr zur Kommunalwahl im Märkischen Kreis lesen Sie hier.

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