Kolpingsfamilie Balve zieht um

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Ausräumen aus dem Pfarrheim: Vorsitzender Bernward Midderhoff (links) und Beisitzer Egbert Lindemann schafften alles Hab und Gut der Kolpingsfamilie Richtung Gesundheitscampus.

Balve - Mit der Kolpingsfamilie-Balve verlässt ein Verein der ersten Stunde das Balver Pfarrheim. Nach fast 60 Jahren machen die Verantwortlichen Platz für den geplanten Abriss des Pfarrheims und ziehen übergangsweise in ein Quartier im Gesundheitscampus.

Vorsitzender Bernward Midderhoff räumte zuletzt mit Beisitzer Egbert Lindemann den Raum der Kolpingsfamilie im Erdgeschoss leer. „Seit 1959 sind wir schon dabei“, erinnern sich beide. Das erste Domizil wurde im alten Saal bezogen, im Laufe der Jahre wurde der frühere Pfadfinderraum hergerichtet. 

„Und jetzt folgt die Abrissparty“, wuchteten beide den letzten Tisch vor das Pfarrheim. „Das ist alles Sperrmüll.“ Dazu gehören auch Stühle, Schränke und Gemälde, die sich viele Jahre dort angesammelt haben. Nichts von dem will die Kolpingfamilie mitnehmen in ihr Übergangsquartier im Gesundheitscampus. „Dafür gibt es auch gar keinen Platz“, sagt Bernward Midderhoff. 

Nur das Nötigste kommt mit 

Stimmt – im alten Hausmeisterraum im Campus-Dachgeschoss kommt nur das Nötigste unter. Die Gesellenfahne und die Gründungsurkunde gehören dazu, außerdem die Nikolausgewänder. „Und eben Ordner, Utensilien und Bücher, die eine Kolpingsfamilie so braucht“, stellt Bernward Midderhoff dar, was auf engem Raum gelagert wird. Frisch gestrichen wurden Decke und Wände von Michaela Lazer. 

Die Gründungsurkunde nimmt Midderhoff natürlich mit.

Dankbar ist Midderhoff den Betreibern des Gesundheitscampus, für die Zeit des Pfarrheim-Abrisses und anschließenden Neubaus an der Sauerlandstraße unterkommen zu können. Zumal die Bürgerstiftung Balve der Kolpingsfamilie auch bei der Miete entgegengekommen ist. „Wir suchten in der Nähe der St.-Blasius-Kirche nach einer neuen Unterkunft“, ist der Vorsitzende froh über die jetzt gefundene Lösung mit einer echten Besonderheit: Vom Fenster aus gibt es einen grandiosen Ausblick auf das Gotteshaus. 

Veranstaltungen in anderen Gemeinden 

Die Veranstaltungen der Kolpingsfamilie werden derweil in die anderen Gemeindehäuser in Garbeck oder Mellen ausgelagert. Auch das Forum muss ausweichen; dabei soll die langjährige und freundschaftliche Beziehung zur Pension Maria Waltermann genutzt werden. Kreativ können die Mitglieder auch weiterhin werden, denn im Keller des Jugendzentrums ist die Werkstatt untergebracht. Dort kann die Kreativ- und Krippen-AG tätig werden. 

Im Campus jedenfalls kann die weitere Entwicklung beim Abriss des alten Pfarrheims mit möglichen weiteren Verzögerungen in Ruhe abgewartet werden, denn der angemietete Raum kann auf unbestimmte Zeit genutzt werden. Dies wurde der Kolpingsfamilie von der Campus-Geschäftsführung zugesagt. Bernward Midderhoff ist zufrieden: „Wir haben es gut getroffen.“ 

Pfarrarchiv folgt in Kürze 

So sieht es auch Pfarrarchivar Rudolf Rath, der demnächst die Umzugskartons in den alten Operationsräumen des Campus auspacken wird. Der genaue Umzugstermin steht noch nicht fest. Danach wäre das Pfarrheim komplett leer, sodass zumindest aus dieser Richtung einem Abriss nichts mehr im Wege stehen würde.

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