Kolpinggedenktage in Balve und Garbeck: Leader-Projekt steht in Balve im Mittelpunkt

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Bei der Kolpingfamilie Garbeck standen Jubilarehrungen auf dem Programm.

Balve - Der Kolping-Gedenktag der Kolpingsfamilie Balve am Sonntag wurde aus aktuellem Anlass mit einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verbunden.

Grund dafür war, dass die Mitglieder über einen Antrag des Arbeitskreises Fairtrade für ein Leader-Projekt abstimmen sollten. Was die Kolpingsfamilie damit zu tun hat, und warum die Fairtrade-Steuerungsgruppe den Antrag schließlich zurückzog, erläuterte deren Mitglied Birgit Schäfer.

40 000 Euro sollten für das Leader-Projekt zur Verfügung stehen, das den fairen mit dem regionalen Gedanken verbinden sollte. Den entsprechenden Antrag beim Leader-Regionalmanagement sollte die Kolpingsfamilie stellen. „Kosten sollten dadurch aber nicht entstehen, der Finanzplan sieht vor, dass 65 Prozent der Kosten von Leader und 35 Prozent von der Stadt Balve getragen werden. Dies war so mit Annika Kabbert (Regionalmanagerin, Anm. d. Red.) abgesprochen“, teilte Birgit Schäfer mit.

Vier Jahre sollte das Projekt laufen, seit März dieses Jahres sei an der Ausarbeitung und Formulierung gearbeitet worden. Laut Schäfer hatte Kabbert dem Projekt eine gute Genehmigungschance prognostiziert. Am Montag habe die Regionalmanagerin der Fairtrade-Steuerungsgruppe dann per Mail mitgeteilt, dass die Finanzierung nicht wie geplant umgesetzt werden könne: Der Antragsteller – in diesem Fall die Kolpingsfamilie – müsse zehn Prozent der Kosten tragen. Das müsse verhindert werden, unterstrich Schäfer. Die Kolpingfamilie solle „auf keinen Fall mit Kosten belastet“ werden – und müsse aus diesem Grund auf die Antragstellung verzichten.

Zudem sei die Antragsformulierung so verändert worden, dass sich der faire Gedanke aus Sicht des Arbeitskreises darin nicht ausreichend wiederfinde, stellte Birgit Schäfer fest.

Was eigentlich im Rahmen des Projektes geplant ist, wollte Regionalmanager Lars Morgenbrod nicht verraten. Ziel sei, die Verbraucher für für einen nachhaltigen und verantwortungsbewussten Konsum zu sensibilisieren. Er und seine Kollegin Annika Kabbert stünden in Kontakt mit Sigrid Schmidt vom Arbeitskreis Fairtrade. In der kommenden Woche werde es ein Gespräch geben.

Für die Kolpingfamilie, bei deren Vorstand sich Schäfer für die Bereitschaft zur Mitarbeit bedankte, ist das Thema aber abgeschlossen.

Diese Frauen und Männer gehören der Kolpingfamilie Balve schon seit vielen Jahren an. Sie wurden mit Urkunden und Präsenten belohnt.

Im Pfarrheim sorgte anschließend das Marionettentheater Mummenschanz mit dem Stück „Der selbstsüchtige Riese“ von Oscar Wilde für Unterhaltung. Zudem wurden langjährige Mitglieder geehrt: Seit 50 Jahren halten Franz-Josef Fongern, Franz-Josef Ruschepaul, Siegfried Keil, Engelbert Falke, Monika Schraven, Annette Schlotmann, Willi Lindemann und Johannes Kohaupt der Kolpingfamilie die Treue. Karin Klöckener und Birgit Schäfer sind seit 40 Jahren dabei, Carmen Püttmann, Eva-Marie Marek, Sebastian Keil und Jens Allefeld seit 25 Jahren.

In Garbeck wurde der Gedenktag bereits am Samstag mit Diakon Gerd Eisenberg im Jugendheim gefeiert. Geehrt wurde dort Theodor Schmoll, der bereits seit 65 Jahren Mitglied der Gemeinschaft ist. Josef Hammecke, Hubert Pütter, Franz-Josef Fries, Gottfried Schmoll, Hans-Joachim Honert und Hubert Severin gehören seit 60 Jahren dazu. Winfried Volkmer und Heinz Schmöle sind 50 Jahre an Bord, Norbert Volkmer, Helga Bathe, Rolf Bathe, Susanne Hermes, Rita Kraus und Michael Stoiber 40 Jahre und Dr. Andrè Scholz 25 Jahre.

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