Kolpingfamilie sucht Personen für Vorstandsämter

Diözesansekretär Thomas Müller referierte zu den Ziele und Aufgaben des Kolpingswerkes.

Balve -  Die Kolpingfamilie Balve hatte am Sonntag im Rahmen des Kolpinggedenktages Grund zum Feiern – galt es doch, zehn Jubilare im Rahmen des 200. Geburtstages von Adolf Kolping zu ehren.

Von Julius Kolossa

Doch gab andererseits der Ausblick Anlass zum Nachdenken. „Wir sind in Not, zwei Vorstandsposten im nächsten Jahr besetzen zu müssen“, erklärte der Vorsitzende Bernward Midderhoff.

Schriftführerin Andrea Schulte und Kassierer Friedhelm Knoop würden sich während der Jahreshauptversammlung nicht mehr zur Wahl stellen. „Wir haben schon viele Mitglieder angesprochen, doch bisher nur Absagen erhalten“, sagte Midderhoff. Nur mit einem kompletten Vorstand könne die Arbeit auch 2014 im 102. Jahr des Bestehens der Kolpingfamilie weiter funktionieren. Bernward Midderhoff: „Wir könnten dann endlich wieder mehr agieren als nur reagieren, denn die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern bindet auch Arbeit.“ So nutzte er die Gelegenheit, im Pfarrheim St. Blasius Werbung für die Vorstandsarbeit zu machen – auch, weil 2015 mit Hermann Krekeler der zweite Vorsitzende sein Amt zur Verfügung stellt. „Wir sollten die Zeit nicht ungenutzt verstreichen lassen – machen wir uns Gedanken“, appellierte der Vorsitzende an die Versammlung.

220 Mitglieder gehören der Kolpingfamilie an. „Leider haben wir mehr Austritte als Neuaufnahmen“, sagte Midderhoff im Gespräch mit unserer Zeitung. „Auch zu überlegen, wie wir für Familien attraktiver werden können, ist eine unserer aktuellen Aufgaben.“ Um besonders junge Leute zu motivieren, sei der Preis für die Berlin-Fahrt in den Osterferien so günstig wie möglich festgesetzt worden: 195 Euro pro Person mit Busfahrt und Übernachtung im Doppelzimmer. Die Zahl der Anmeldungen sei bereits zweistellig: „Der Bus wird aber auf jeden Fall voll, denn der Veranstalter wird gegebenenfalls die Reise auch für Nicht-Balver ausschreiben“, erklärte Midderhoff, der es gerne sehen würde, wenn viele Hönnestädter mitfahren würden. Anmeldungen sind beim Vorstand möglich.

Neu aufgenommen wurden Ruth Knoop, Maria Stork und Margret Mölle, die neben der Kolpingnadel auch eine „Liebesblume“ überreicht bekamen. Zehn Kolpingbrüder- und -schwestern bekamen jeweils eine Ehrennadel, eine Urkunde und einen Reisegutschein für ein Kolpinghotel: Manfred Klüppel (50 Jahre), Marc Schulte, Margarete Menke, Anneliese Allefeld, Astrid Bathe, Jörg Platte, Hubert Neuhaus, Engelbert König, Manuel Keil und Wilhelm Allefeld (25 Jahre).

Zur weiteren Gestaltung des Festtages trug der Diözesansekretär Thomas Müller bei, der zum Thema: „Verantwortlich und solidarisch – Ziele, Aufgaben und Arbeitsweisen des Kolpingswerkes in heutiger Zeit“ referierte. Dabei stellte er den Gemeinschaftssinn in den Mittelpunkt. Für Balve betonte er, dass der Krippenverkauf eine gute Gelegenheit sei, für die Rumänienhilfe zu sammeln: „Der Sinn jeder Aktion soll nicht um ihrer selbst Willen passieren, sondern einen Hintergrund haben, der nach außen transportiert weden muss.“ Ein gutes Programm für die Mitglieder sei wichtig, wichtiger sei jedoch, die Mitglieder zu motivieren, solidarisch zu handeln.

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