Knöllchenärger im Balver Rat: Anwohner fühlen sich "zu unrecht bestraft"

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Strafzettel wegen Falschparkens verteilten die Mitarbeiter des Ordnungsamts zuletzt im Langeloh und Wieloh in Volkringhausen. Sehr zum Ärger der Anwohner.

Balve - Zehn Euro für Parken „außerhalb gekennzeichneter Flächen“ nach dem Bußgeldkatalog – im Langeloh und Wieloh in Volkringhausen hatten einige Anwohner in den vergangenen Wochen entsprechende Knöllchen an ihrem Auto. Am Dienstag waren diese Knöllchen Thema im Rat.

„Wir werden zu Unrecht bestraft“, sagte eine Volkringhausenerin im Rahmen der Einwohnerfragestunde. „Die markierten Flächen, in denen wir parken, sind nicht mehr zu erkennen.“

Markierungen nicht mehr zu sehen

Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke war dieses Problem bekannt. Er sagte dazu: „Durch den Märkischen Kreis sind im Jahr 2000 entsprechende Markierungen aufgebracht worden.“ Inzwischen sei aber, wie bei Ortsterminen festgestellt wurde, keine Restfarbe auf den Straßen mehr erkennbar.

Damit gelte „Halteverbot“ in diesem Bereich, der als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesenen ist. Die Höhe des Verwarngelds sei bundeseinheitlich festgelegt, so Kauke: zehn Euro für unzulässiges Parken in nicht dafür gekennzeichneten Flächen, 15 Euro sind fällig, wenn andere Verkehrsteilnehmer – beispielsweise die Müllabfuhr – dadurch behindert werden und 20 Euro müssen gezahlt werden, wenn das Fahrzeug länger als drei Stunden steht.

Kauke und Bürgermeister Hubertus Mühling sagten den verärgerten Anwohnern einzig zu, in Absprache mit dem Bauamt und dem Märkischen Kreis die Stellplätze im Verlauf der Straße auf Aktualität überprüfen zu wollen. Markiert würden diese witterungsbedingt aber erst im Frühjahr 2018.

Aufmerksam geworden auf die Falschparker sei die Balver Stadtverwaltung durch routinemäßige Kontrollen, sagte Marcus Kauke auf Anfrage unserer Zeitung. Zudem habe es Beschwerden von Anwohnern und der Müllabfuhr über Falschparker gegeben.

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