Knöllchen-Ärger: Stadt verzichtet auf Verwarngeld

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Balve - Der Knöllchen-Ärger für die Anwohner im Bereich Im Langeloh/Zum Wieloh scheint sich zu klären. Wie Ordnungsamtsleiter Marcus Kauke gestern bestätigte, hat die Stadt entschieden, es bei einer Verwarnung zu belassen und auf das Verwarngeld zu verzichten.

„Die Ordnungswidrigkeit hat definitiv stattgefunden“, betonte Kauke dennoch. Dass die Markierungen der Parkflächen nicht mehr zu erkennen sind, bedeute, dass in diesem Bereich auch nicht geparkt werden dürfe. Die Kollegen im Außendienst hätten somit grundsätzlich richtig gehandelt.

Die Markierungen, auf die sich die Anwohner des Bereichs berufen, seien laut Kauke im Jahr 2000 tatsächlich vom Märkischen Kreis angeordnet worden. „Wir gehen davon aus, dass dort dann auch markiert wurde“, sagte Kauke. Die Kollegen, die das bestätigen könnten, seien jedoch nicht mehr im Dienst. Auf einem Luftbild von 2010 seien die Flächen dann schon nicht mehr zu erkennen gewesen. „Warum versäumt wurde, die Flächen neu zu markieren, können wir heute nicht mehr klären“, sagte Kauke. Hinweise der Anwohner auf schlecht sichtbare Markierungen wäre allerdings eine große Hilfe gewesen.

Bauamt entscheidet über neue Markierungen

Ob die Flächen in Volkringhausen wieder neu markiert werden, entscheidet sich erst durch eine Prüfung durch das Bauamt. Ein- und Ausfahrten, Hauseingänge oder Garagen, die in den vergangenen 17 Jahren entstanden, könnten den ehemaligen Parkflächen im Weg stehen. Hat sich jedoch in dieser Hinsicht nichts geändert, können die Flächen wieder markiert und damit zum Parken freigegeben werden. Zudem soll geprüft werden, ob in dem verkehrsberuhigten Bereich weitere Stellflächen möglich wären. Wenn diese Prüfung positiv ausfällt, müssen die zusätzlichen Parkplätze allerdings erst beim Märkischen Kreis angeordnet werden.

Die bisherigen Flächen könnten – je nach Wetterlage – bereits vorher provisorisch nachmarkiert werden. Im kommenden Jahr würden sie dann bei trockenem Wetter vollständig markiert werden. Bis dahin müssen sich die Anwohner jedoch andere Stellflächen suchen. „Wir erteilen keinen Freibrief“, macht Kauke deutlich. Auch werde der Bereich – wie das restliche Stadtgebiet – weiter kontrolliert. Dass die Parksituation für die Anwohner in dem Bereich angespannt ist, weiß Kauke. „Es darf aber auch jeder Anwohner sein eigenes Grundstück benutzen“, geht der Ordnungsamtsleiter davon aus, dass viele Anwohner Platz hätten, diesen aber nicht nutzen. „Die eigenen Stellflächen sind oft nicht freigeräumt.“

"Die Kollegen sind dran"

Wann die Überprüfung der alten Parkplätze abgeschlossen ist und diese wieder markiert sind, konnte Kauke noch nicht sagen. „Die Kollegen sind dran. Es müssen Luftbilder gemacht und vor Ort kontrolliert werden“, erklärt er. Es handele sich aber um eine von vielen Baustellen, außerdem seien die Arbeiten wetterabhängig.

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