Knifflige Aufgaben für Balver Rettungskräfte

Herausforderung für die Feuerwehr: Ein Kesselwagen muss abgedichtet werden.

BALVE/HANDORF ▪ Mit mehr als 60 Einsatzkräften haben die Freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus Balve jetzt ein Übungswochenende auf dem Gelände des Instituts der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen in Münster-Handorf verbracht. Dabei ging es darum, unter realistischen Bedingungen verschiedene Einsatzszenarien durchzuspielen und sich somit auf mögliche Ernstfälle in der Stadt Balve vorzubereiten.

So ging es für die Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Balve, Garbeck, Langenholthausen, Volkringhausen, Beckum und Eisborn unter anderem darum, sich damit auseinanderzusetzen, welche besonderen Vorkehrungen bei einem Brand in einer Arztpraxis zu treffen sind. „Schließlich können von den dort vorhandenen medizinischen Geräten wie zum Beispiel einem Computertomografen besondere Gefahren ausgehen“, erläuterte Feuerwehr-Pressesprecher Kai Gaberle.

Hier gibt's weitere Fotos vom Übungswochenende:

Übungswochenende von Feuerwehr, THW und DRK

Eine besondere Herausforderung sei auch der Einsatz an einem undichten Eisenbahn-Kesselwagen gewesen, so Gaberle weiter. Da sei es vor allem auf die Anwendung der speziellen Schutzanzüge angekommen. „Die Kameraden konnten üben, sich in diesen Vollschutzanzügen zu bewegen und auch erfahren, wie sehr ihre Sicht darin eingeschränkt ist. Außerdem ging es bei dieser Übung darum, einen Dekontaminierungsplatz aufzubauen, auf dem die Einsatzkräfte ihre verunreinigten Anzüge wieder säubern müssen“, erklärte Gaberle.

Für die Feuerwehr bot das Übungswochenende aber auch die Möglichkeit, den Einsatz bei einem ganz normalen Gebäudebrand zu simulieren. „Gerade für unsere jüngeren, noch unerfahrenen Kameraden war es wichtig, dabei einmal zu spüren, wie schwer es ist, sich in einem Haus mit einem unter Druck stehenden Löschschlauch zu bewegen“, erläuterte Gaberle, worauf es dabei ankam.

THW erprobt neues Fahrzeug

Das THW nutzte die Gelegenheit, sein neues Fahrzeug bei der Hilfeleistung nach einem Verkehrsunfall zu testen. THW und DRK übten darüber hinaus, eine unter einer Straßenbahn eingeklemmte Person zu retten. Und schließlich stellten sich THW und Feuerwehr noch der Aufgabe, eine in einem unterirdischen Kanalsystem eingeschlosssene Person zu befreien. „Dabei konnte man sehen, dass das THW mit seinen technischen Möglichkeiten eine ganze Menge bewerkstelligen kann“, sagte Kai Gaberle anerkennend.

Ein solches Übungswochenende wollen die Balver Hilfskräfte so bald wie möglich wiederholen. Allerdings müssen sie mit einer Wartezeit von etwa zwei Jahren rechnen. So lange hatte es auch diesmal gedauert, bis ihnen das Übungsgelände zur Verfügung stand. ▪ vg

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