Klimaschutzpreis an die Grundschule Beckum

BALVE – Die Stadt Balve hat den von der RWE Westfalen-Weser-Ems gesponsorten Klimaschutzpreis für das Jahr 2009 am Dienstagabend an die St. Nikolaus-Grundschule Beckum verliehen. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Von Volker Griese

Um den Klimaschutzpreis hatte sich neben der Beckumer Grundschule nur noch eine private Person beworben. Bürgermeister Hubertus Mühling sprach deshalb bei der Preisverleihung von einer „verhaltenen Teilnahme“. Die Jury, bestehend aus dem Vorsitzenden des Ausschusses „Umwelt, Plannen, Bau“, Alexander Schulte, RWE-Vertreter Klaus Mußhoff und Sven Rothauge von der Stadtverwaltung habe mit der Preisvergabe an die Schule die Umgestaltung des Schulhofes in eine naturnahe Erlebnisszene gewürdigt, erklärte Mühling weiter. Zum Beispielen seien Öko-Inseln mit Kletterstämmen und Sitzgelegenheiten geschaffen worden.

Auch Klaus Mußhoff, kommunaler Betreuer beim Klimapreis-Sponsor, war von dem neuen Beckumer Schulhof sehr angetan. Er sei „sicher, dass die Kinder davon etwas mitnehmen“, war er der Überzeugung, dass dieses ökologisch gestaltete Umfeld bei den Grundschülern Wirkung zeigen werde.

„Nach dem langen Winter sieht das jetzt leider etwas trostlos aus“, räumte Dorothee Tigges ein. Die Vorsitzende des Fördervereins der St. Nikolaus-Grundschule nahm die Urkunde entgegen. Sie berichtete aber auch von den Grundschülern, die sich mit Eifer in die Neugestaltung des Schulhofes eingebracht hätten: „Die haben kräftig mit angepackt und zum Beispiel die Holzhackschnitzel herangekarrt.“ Mit diesem Material ist der Boden unter den Klettergerüsten bedeckt.

Klaus Mußhoff sicherte zu, dass der Klimaschutzpreis auch in Zukunft fester Bestandteil des RWE-Sponsorings sein werde.

Als Urkunde und Preisgeld übergeben worden waren, gab es dann doch noch einige Misstöne. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Cay Schmidt und UWG-Ratsherr Heinrich Stüeken monierten das Prozedere der Preisträgerauswahl. Konkret bemängelten sie die Zusammensetzung der Jury, ohne allerdings der Grundschule den Preis streitig machen zu wollen. In den vergangenen Jahren seien allerdings mehrere Mitglieder des Umwelt- und Planungsausschusses an der Bewertung der Bewerbungen um den Klimaschutzpreis beteiligt gewesen. Für die Zukunft sicherte der Vorsitzende des jetzt zuständigen Ausschusses „Umwelt, Planen, Bau“, Alexander Schulte, zu, dass neben ihm auch je ein Vertreter von UWG- und SPD-Fraktion an den Beratungen beteiligt werden sollen.

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