Viele Anfragen

Kleine Kunstwerke: Carina Eickhoff bemalt Steine für fast jeden Anlass

Carina Eickhoff aus Garbeck hat für sich das Bemalen von Steinen als Hobby entdeckt. Mittlerweile sind ihre kleinen Kunstwerke sehr gefragt. Die 44-Jährige bekommt deshalb immer mehr Anfragen, Steine für besondere Anlässe herzustellen.
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Carina Eickhoff aus Garbeck hat für sich das Bemalen von Steinen als Hobby entdeckt. Mittlerweile sind ihre kleinen Kunstwerke sehr gefragt. Die 44-Jährige bekommt deshalb immer mehr Anfragen, Steine für besondere Anlässe herzustellen.

Bei Carina Eickhoff haben sogar die Steine Humor. Denn diese lässt die 44-Jährige aus Garbeck regelmäßig „sprechen“. Dabei heraus kommen lustige Sprüche und Botschaften, die Eickhoff künstlerisch wertvoll auf Steine malt.

Zu lesen sind dort Sprüche wie „Glaube, Sitte, Eierbacken“, „Ich brauche keine Therapie, ich muss nur zum Schützenfest“, und „Ich hab Corona, hast Du Limetten?“. Sowohl bei der Steinauswahl, als auch bei der farblichen Gestaltung des jeweiligen Fundstücks und dem dazugehörigen Text lässt die Garbeckerin ihrer künstlerischen Kreativität freien Lauf.

„Aus aktuellem Anlass habe ich zurzeit das Thema Schützenfest“, sagte Carina Eickhoff im Gespräch mit der Redaktion mit Blick auf die Schützenfestsaison 2021, die auch in Balve coronabedingt komplett ausfällt.

Mitglied des Neuenrader Kreativkreises

In ihrem Atelier in der Werkstatt des Kreativkreises Neuenrade, Erste Straße 25, bringt die Hobbykünstlerin ihre Ideen nicht zu Papier, sondern direkt auf den Stein. Dieser muss zur Idee passen; entsprechend groß ist der Fundus an Steinen der Künstlerin, die auch „Troststeine“ für den Friedhof, Steine zu besonderen Anlässen wie Geburt, Taufe, Hochzeit, Muttertag, aber auch „nur zur Deko“ mit bunten Motiven und frechen Sprüchen entwirft. „Lieber mit dem Fahrrad zum Strand, als mit dem Porsche zur Arbeit“, gehört dazu. Aber auch: „Life is better in Flip Flops“.

Carina Eickhoff bei ihrer Arbeit in der Neuenrader Kreativwerkstatt.

Die gelernte Industriekauffrau lässt sich von aufgeschnappten Sprüchen inspirieren, die sie mit Feingefühl und Acrylfarbe auf den Stein aufträgt. Die anschließende Lackierung mit Klarlack sorgt für die Haltbarkeit. „Etwa zwei Stunden bin ich mit einem Stein beschäftigt“, sagt sie.

Mit den „Sauerlandstones“ fing alles an

Sie sieht sich als Hobbymalerin, die vor einem Jahr mit den „Sauerlandstones“ (Sauerlandsteine) begonnen hat, nachdem der Trend des Steinebemalens aus den USA und England auch im Sauerland angekommen war. So nannte und nennt eine Gruppe von Hobbykünstlern ihre bemalten Steine, die auf der Rückseite vielfach auch mit dem Hashtag „Sauerlandstone“ versehen und fotografiert werden. Die Bilder landen dann in den sozialen Netzwerken und erfreuen sich dort großer Beliebtheit.

Auch Carina Eickhoff hat viele ihrer bemalten Steine wieder in der Natur ausgelegt, um Menschen eine Freude zu machen, die bei einer Wanderung ein solches Fundstück entdecken. Denn Ziel der Bewegung ist es nicht, die bemalten Steine zu behalten, sondern diese im Freien von möglichst vielen Menschen finden zu lassen. Carina Eickhoff ging aber noch einen Schritt weiter: „Da ich mit der Zeit immer besser wurde und meine Steine richtig gefragt waren, habe ich begonnen, auch im Auftrag Steine zu bemalen.“

Vorfreude auf Schützenfestsaison 2022

Eine Plattform dafür fand sie in der Neuenrader Kreativwerkstatt, in der acht Künstler ihre Werke wie Aquarelle, Brandmalereien, Kerzen, Glasgravuren, Spiele, Schmuck und auch Holzdekoration her- und ausstellen. Inmitten dieser Gemeinschaft fühlt sich die Garbeckerin wohl. „Ich kann es kaum erwarten, bis endlich wieder Schützenfest gefeiert werden kann“, erzählt sie. Die Saison in der in Balve und Neuenrade in den Städten und den Ortsteilen fast an jedem Wochenende gefeiert wird, ist in coronafreien Jahren lang und dauert bis in den August. Länger, nämlich mindestens bis ins nächste Jahr, dauert pandemiebedingt die Wartezeit, die von der Künstlerin mit dem Herstellen von Schützenfest-Steinen überbrückt wird.

Dies ist zwar eine gute Ablenkung von den Folgen der Pandemie. Eines aber hat sich die 44-Jährige schon ganz fest vorgenommen: „Nächstes Jahr feiern wird dann aber wieder so richtig.“

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